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Sensorebene planparallel zum Film: Im Live View siehst du an der Spiegelung deines Objektivs, ob der Winkel stimmt, geprüft statt geschätzt.
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Scharf bis in die Ecken: Eine schiefe Sensorebene kostet Schärfe auf einer Bildseite und kippt das Rechteck leicht ins Trapez, beides holst du in der Nachbearbeitung nicht zurück.
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Ohne Messwerkzeug und ohne App: Spiegel auflegen, Spiegelung des Objektivs in die Bildmitte ziehen, Spiegel abnehmen. Das funktioniert mit jeder Kamera, die Live View hat.
Kompatibilität
Für jeden Aufbau, bei dem eine Kamera senkrecht über einem flach liegenden Negativ steht, unabhängig von Kameramarke, Objektiv und Stativkopf. Aus unserem Sortiment unter anderem:
Der Spiegel wird lose aufgelegt und nicht geklebt. Die Trägerfolie auf der Klebeseite bleibt drauf. Er braucht eine plane Auflagefläche von mindestens 50 x 50 mm.
Lieferumfang
1x Justierspiegel 50 x 50 mm, beidseitig mit Schutzfolie.
Technische Details
- Material: Acryl, spiegelbeschichtet
- Maße: 50 x 50 mm
- Form: quadratisch, gerade geschnittene Kanten
- Rückseite: selbstklebend mit Trägerfolie
- Vorderseite: Schutzfolie, vor dem ersten Einsatz abziehen
- Splittert nicht
Beschreibung
Wer Negative mit der Kamera abfotografiert, kämpft früher oder später mit einer Ecke, die nicht scharf werden will. Die Ursache ist selten das Objektiv und fast immer der Winkel: Sensor und Film stehen nicht parallel zueinander. Bei 1:1-Abbildung und Blende 8 liegt die Schärfentiefe im Bereich von Zehntelmillimetern, über die Breite eines Kleinbildnegativs reicht rund ein Grad Schieflage, um diese Toleranz zu verlassen.
Der Spiegel macht diesen Winkel sichtbar. Er liegt dort, wo sonst der Film liegt, und wirft das Bild deines Objektivs zurück in die Kamera. Sitzt die Spiegelung der Objektivöffnung mittig im Bild, trifft die optische Achse senkrecht auf die Filmebene und der Sensor steht parallel dazu. Das ist eine geometrische Bedingung und keine Schätzung.
Gegenüber einer Wasserwaage hat das einen handfesten Vorteil: Die Libelle richtet Kamera und Filmhalter jeweils einzeln gegen die Erdanziehung aus, du misst also zweimal und addierst zwei Fehler. Der Spiegel misst direkt den Winkel zwischen beiden, eine Messung, ein Ergebnis.
Acryl statt Glas, weil der Spiegel über dem Leuchttisch hantiert wird: Er splittert nicht, wenn er doch einmal herunterfällt.
So richtest du aus
- Filmhalter so aufbauen, wie du später scannst. Schutzfolie abziehen, Spiegel mittig auf die Filmauflage legen.
- Kamera senkrecht darüber, Live View einschalten, Gitterlinien einblenden.
- Auf die Spiegelung scharfstellen, nicht auf den Spiegel, sondern auf die Frontlinse, die du darin siehst.
- Blende schließen, etwa f/8 bis f/16. Die Öffnung wird kleiner und damit als Zielpunkt genauer.
- Stativkopf verstellen, bis die Objektivöffnung genau in der Bildmitte sitzt. Ein Getriebeneiger dosiert das feiner als ein Kugelkopf.
- Spiegel abnehmen, Film einlegen, neu scharfstellen. Am Stativkopf danach nichts mehr verstellen.
Eine kleine Lampe seitlich neben den Spiegel legen, die nach oben leuchtet: Das Objektiv wird angestrahlt und hebt sich im Live View deutlich vom dunklen Hintergrund ab.
Ausführliche Anleitung mit Diagrammen, Rechenbeispiel und Gegenprobe: Negative abfotografieren: mit einem Spiegel Kamera und Film parallel ausrichten
Kurze Demonstration des Verfahrens mit Getriebeneiger, englisch: DSLR film scanner mirror leveling method