PX625-Batterie: Problem, Alternativen & die V80H-Akku-Lösung mit USB-C-Ladegerät

PX625-Batterie: Problem, Alternativen & die V80H-Akku-Lösung mit USB-C-Ladegerät

Community-Tipp: Die Idee, den Varta-Akku V80H als PX625-Ersatz zu nutzen, stammt von Troeszter.net. Dort gibt es die Bauanleitung mit Schaltplan und Bauteilliste frei zum Download. Zur Bauanleitung (PDF).

Der Belichtungsmesser deiner Olympus OM-1 meldet eine saubere Belichtung, und trotzdem kommen die Bilder falsch belichtet zurück: Er lügt, weil im Fach nicht mehr die Batterie sitzt, für die er gebaut wurde. Verschluss und Filmtransport laufen ohne Strom, nur die Messung hängt an der PX625, einer Quecksilberzelle mit 1,35 Volt, die es seit dem Verbot nicht mehr gibt. Was du stattdessen einlegst, entscheidet über jede Aufnahme: Zink-Luft oder Silberoxid im Adapter, ein wiederaufladbarer Akku ohne Adapter, und kein Weg ist perfekt. Über drei Jahre gerechnet ist für eine einzelne Kamera Zink-Luft im Adapter der günstigste Weg mit passender Spannung, bei mehreren Kameras holt der Akku auf. Welche Kamera überhaupt empfindlich reagiert und welcher Ersatz zu deiner passt, klärt dieser Ratgeber.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum deine alte Kamera falsch belichtet
  2. Alle Alternativen im Vergleich
  3. Welcher MR9-Adapter passt in deine Kamera?
  4. Was kostet PX625-Ersatz nach drei Jahren?
  5. Wiederaufladbarer Akku mit USB-C
  6. Was Skeptiker sagen
  7. Die Original-Bauanleitung für Selbermacher
  8. Was Tester und Kunden sagen
  9. Häufige Fragen

1. Warum deine alte Kamera falsch belichtet

Die Rollei 35, die Leica CL, die Olympus OM-1, die Canon F-1, die Minolta SRT-Serie: allesamt Legenden der Analogfotografie. Und alle haben dasselbe Problem: Die Batterie, für die sie konstruiert wurden, gibt es so nicht mehr. Quecksilber-Knopfzellen sind in der EU seit dem 1. Oktober 2015 verboten (Batterierichtlinie 2013/56/EU; in den USA bereits seit 1996).

Die PX625 war eine Quecksilber-Knopfzelle mit exakt 1,35 Volt. Nicht 1,3, nicht 1,4, sondern 1,35 V, und zwar konstant über die gesamte Lebensdauer. Diese Stabilität war der Grund, warum Kamerahersteller die gesamte Belichtungsmesser-Schaltung darauf kalibrierten.

PX625-Batterievergleich: originale Quecksilberzelle gegen moderne Alternativen

Seit dem Verbot gibt es vier große Ersatzstrategien, Kapitel 2 vergleicht sie. Jede hat Schwächen. Vorher das Wichtigste zur Spannung:

1,5 Volt sind nicht „ungefähr gleich“: Der Unterschied zwischen 1,35 V und 1,5 V klingt gering. Diese 0,15 V reichen aber, damit der Belichtungsmesser deiner Kamera um eine halbe bis, bei hellem Licht, zwei Blendenstufen danebenliegt (Kapitel 6 erklärt, warum). Bei Diafilm bedeutet das: Fehlbelichtung. Bei Negativfilm rettet dich meist der Belichtungsspielraum, auf Dauer ist das aber kein zuverlässiges System.

Spannungskurven-Vergleich: Alkaline, Zink-Luft, Quecksilber und NiMH-LSD-Akkus im Zeitverlauf, gestrichelte Linie bei 1,35 V zeigt die Original-PX625-Spannung

Entladekurven im Vergleich: Alkaline (orange) fällt von 1,5 V steil ab. Zink-Luft (blau) hält sich nah an der 1,35-V-Linie. Quecksilber (grün) ist das Original, konstant bei 1,35 V. NiMH LSD (magenta) startet bei ~1,4 V, fällt schnell auf ca. 1,25 V und bleibt dann lange auf einem stabilen Plateau bei 1,25–1,30 V.

Nicht jede Kamera reagiert gleich empfindlich. Entscheidend ist, ob das Gerät eine sogenannte Brückenschaltung (Spannungskompensation) hat:

Kamera Brückenschaltung? 1,5-V-tolerant?
Rollei 35 / 35S / 35T Nein Nein, zeigt falsche Werte
Leica CL / M5 Nein Nein, Messzelle direkt gekoppelt
Olympus OM-1 / OM-1n Nein Nein, bis 2/3 Blenden daneben
Minolta SRT (101, 303 etc.) Nein Nein
Nikon F (Photomic) Nein Nein
Canon F-1 Nein Nein, CdS-Kreis ohne Kompensation
Pentax Spotmatic SP und SP II (Batterie PX400, nicht PX625) Ja Ja, Wheatstone-Brückenschaltung
Nikkormat FTN Nein Nein, unkompensierte Serienschaltung

Kameras mit Brückenschaltung kommen mit 1,5 V genauso klar wie mit 1,35 V. Die Mehrheit der Klassiker, darunter die Rollei 35 und die Olympus OM-1, braucht eine Spannung nahe 1,35 V, sonst lügt der Belichtungsmesser.

Für zwei dieser Kameras gibt es bei uns eigene Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit Fotos vom Batteriefach: Batteriewechsel an der Rollei 35, 35S und 35T und Batteriewechsel an der Canon F-1. Dieser Ratgeber vergleicht die Wege, die für alle PX625-Kameras gelten.

2. Alle Alternativen im Vergleich

Es gibt keinen perfekten PX625-Ersatz. Jede Lösung ist ein Kompromiss. Hier die vier gängigsten Strategien, ehrlich bewertet:

Lösung Spannung Kosten/Nutzung Lebensdauer Bewertung
Alkalizelle V625U (oder LR44 im Adapter) 1,5 V → sinkt auf ~1,0 V ca. 0,30 bis 1,50 EUR Monate bis Jahre 2/5: Billig, aber falsche Spannung
Silberoxid SR43 im MR9-Adapter ~1,35 V (Adapter senkt ab) Adapter 45–60 EUR, Zelle ca. 1,70 EUR 1–2 Jahre 3/5: Stabile Spannung, Adapter teuer und oft ausverkauft
Zink-Luft 675 / WeinCell ~1,35–1,4 V (flach) 675er ca. 0,30–0,50 EUR, WeinCell ca. 9 EUR 675er 4–8 Wochen, WeinCell 3–6 Monate (aktiviert) 3/5: Beste Spannung, aber trocknet aus
Varta V80H (LSD-NiMH, aufladbar) ~1,25–1,30 V (stabil) Set mit Ladegerät 49,95 EUR, Ersatz-Akku 12,95 EUR / unter 0,03 EUR pro Ladung typisch 500 volle Ladezyklen 4/5: Wiederaufladbar, leicht unter 1,35 V

Disclaimer: Wir verkaufen einen Teil der Produkte, die hier vorkommen. Der Artikel ist trotzdem zuerst als Hilfe gedacht und nicht als Verkaufstext.

Welche Lösung für wen? Gelegenheitsfotograf: Unser Universal-Adapter mit Zink-Luft-Batterien reicht aus, wenn du die Zelle erst beim Filmeinlegen aktivierst, denn ab dann läuft ihre Uhr. Günstig, die Spannung stimmt, und eine Zelle hält mehrere Wochen.

Regelmäßiger Nutzer: Die V80H mit Ladegerät erspart dir das ständige Wechseln und den Batteriemüll. Einmal laden, wochenlang fotografieren, wieder aufladen.

Kameras mit Brückenschaltung: Hier funktioniert sogar eine einfache Alkalizelle wie die V625U. Bei diesen Kameras ist die Spannung egal, die Zelle muss nur ins Fach passen.

Das Problem mit Zink-Luft (WeinCell & Hörgerätebatterien)

Zink-Luft-Zellen kommen der Spannung der PX625 am nächsten. Das ist ihr großer Vorteil. Zwei Nachteile machen sie aber unpraktisch für den Alltag:

Selbstentladung: Sobald du die Schutzfolie abziehst, beginnt die Batterie sich zu entladen, auch wenn die Kamera aus ist. Eine Hörgerätezelle ist nach vier bis acht Wochen leer, egal ob du fotografiert hast oder nicht. Die WeinCell hält länger, wir rechnen mit drei bis sechs Monaten. Legst du die Kamera ein paar Monate in den Schrank, ist die Batterie leer.

Kosten: Eine WeinCell kostet in Deutschland rund 9 EUR (Calumet, Stand 28.09.2026). Bei regelmäßigem Einsatz summiert sich das auf 18 bis 36 EUR pro Jahr, die Rechnung steht in Kapitel 4. Hörgerätebatterien (Typ 675) sind günstiger, dafür aber oft schon nach 3–4 Wochen am Ende. Ein Trick aus den Foren: Drei der vier Luftlöcher mit Klebeband abkleben, dann hält die 675er 4–6 Monate bei stabilen 1,35 V. Laut den Foren funktioniert das, ist aber Bastelei, die bei jedem Wechsel von vorn losgeht.

3. Welcher MR9-Adapter passt in deine Kamera?

MR9 ist kein Markenname. Es ist die alte Normbezeichnung der Quecksilberzelle im PX625-Format: M steht für Quecksilberoxid, R für rund, 9 für die Baugröße (Batterie-Bezeichnungen nach IEC). Dieselbe Größe als Alkalizelle heißt LR9, bei Varta V625U, im Handel oft auch PX625A. Wer heute eine „PX625-Batterie“ kauft, bekommt meist genau diese 1,5-Volt-Zelle. Die Zink-Luft-Hörgerätezelle Typ 675 heißt in dieser Systematik PR44. Wer einen „MR9-Adapter“ sucht, sucht also ein Teil, mit dem eine heute erhältliche Zelle ins PX625-Batteriefach passt.

Unter diesem Namen laufen im Handel zwei Bauarten, die elektrisch nichts miteinander zu tun haben. Wer sie verwechselt, zahlt zu viel oder misst falsch.

Der MR-9 mit Spannungsabsenkung aus Japan

Das Original, im Handel als MR-9 geschrieben, kommt von Kanto Camera, einer Kamerawerkstatt in Japan, und wird in den USA von C.R.I.S. Camera Services vertrieben. Der Adapter nimmt eine Silberoxidzelle SR43 auf (auch 386 oder 301 genannt), die 1,55 V liefert. Eine kleine Schaltung im Ring senkt die Spannung auf etwa 1,35 V. Welches Bauteil das erledigt, schreiben beide Anbieter nicht. F. de Gruijter vermutet in seiner Übersicht zum Quecksilberproblem zwei Germaniumdioden in Reihe („The mercury cell problem and its solutions“, S. 3).

MR-9-Adapter von Kanto Camera in der Verpackung neben einer Silberoxidzelle SR43

Foto: huzu1959, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

Der Vorteil liegt in der Zelle. Silberoxid hält seine Spannung bis kurz vor Schluss konstant, trocknet nicht aus wie Zink-Luft und verliert im Regal bei Raumtemperatur weniger als 10 % Kapazität pro Jahr (Renata-Datenblatt 386). Für Kameras, die höchstens 200 µA ziehen, etwa die Rollei 35, hält de Gruijter den Adapter für eine sehr gute Lösung, solange das Batteriefach die 0,38 mm Mehrhöhe des Adapters aufnimmt.

Die Nachteile stehen seltener in den Shops:

  • Die Schaltung ist für die winzigen Ströme eines Belichtungsmessers gebaut. De Gruijter beobachtet Probleme ab etwa 200 µA und berichtet von Abweichungen von bis zu drei Lichtwerten an einer Nikon F. Für stromhungrige Geräte verkauft Kanto eine zweite Ausführung ganz ohne Spannungsabsenkung.
  • Kameras mit Batterietest-Lampe reagieren unterschiedlich. Bei der Canon EF leuchtet die Prüflampe laut Kanto nicht, der Adapterhersteller rät dort ab. Die Kompatibilitätsliste von C.R.I.S. (PDF) führt die EF dagegen mit zwei Adaptern. Steht deine Kamera auf keiner Liste oder mit widersprüchlichen Angaben auf beiden, frag vor dem Kauf beim Händler nach.
  • Mit dem Multimeter kannst du den Adapter nicht prüfen. Die Spannung sinkt erst, wenn Strom fließt. Ein Digitalmultimeter zieht fast nichts und zeigt deshalb die vollen 1,55 V der Zelle, obwohl in der Kamera etwa 1,35 V ankommen.
  • Preis und Lieferbarkeit schwanken. Am 28.09.2026 kostete der Adapter bei C.R.I.S. 39,99 Dollar und war ausverkauft, ebenso bei Kamerastore in Finnland (45 EUR). Lieferbar war der Kanto-Adapter bei fotohandel.de für 59,95 EUR, ein Adapter derselben Art bei Jo Geier in Österreich für 49,90 EUR. Die britische Small Battery Company bietet einen eigenen nach demselben Prinzip für 29,43 britische Pfund mit Porto an.

Das Video von TechHeritage zeigt die gängigen Wege nebeneinander, ab Minute 6 speziell für die PX625: die Alkalizelle im PX625-Format, einen Ring aus dem Baumarkt um eine kleinere Zelle, Messingadapter, die WeinCell und ab Minute 15 den MR-9 aus Japan. Im Video steckt im MR-9 eine Alkalizelle LR44. Kanto nennt als passende Zellen nur Silberoxid (SR43, 386, 301), und das leuchtet ein: Die Spannung einer Alkalizelle sinkt im Lauf der Zeit ab, dann nützt die genaue Absenkung wenig.

Video: TechHeritage, „Replacement Batteries for Vintage Cameras“ (englisch), startet bei Minute 6

Distanzadapter für Zink-Luft-Zellen Typ 675

Die zweite Bauart heißt im Handel oft ebenfalls MR9-Adapter, hat aber keine Elektronik. Ein solcher Adapter bringt nur die kleinere Hörgerätezelle Typ 675 (11,6 mm Durchmesser) auf das Format der PX625 (15,6 mm). Die Spannung kommt von der Zelle selbst: Zink-Luft liefert unter der winzigen Last eines Belichtungsmessers zwischen 1,35 und 1,4 V. Welcher Distanzadapter passt, hängt davon ab, wo deine Kamera den Pluspol abgreift.

  • Kontakt oben und unten, wie bei Rollei 35, Olympus OM-1, Canon F-1 und Minolta SRT: Hier reicht ein isolierender Gummiring, der die Zelle mittig hält. Bewährt hat sich ein O-Ring 11 × 15 × 2 mm, also 11 mm innen, 15 mm außen und 2 mm Schnurstärke. Er sitzt stramm auf der 675er, die mit 11,6 mm etwas größer ist als sein Innenmaß, und bringt sie ungefähr auf den Durchmesser der PX625. So einen Ring bekommst du im Baumarkt oder als O-Ring-Sortiment im Onlinehandel. Nimm zum Probieren eine 675er mit: Der Ring muss die Zelle mittig halten, darf im Durchmesser aber nicht größer werden als die alte PX625. Genau diesen Ring hatten wir selbst in einem Set im Sortiment. Wir ersetzen es durch den Universal-Adapter, weil der auch bei seitlichem Kontakt funktioniert.
  • Kontakt seitlich am Rand (zum Beispiel bei der Leica CL): Ein isolierender Ring verdeckt genau die Stelle, an der die Kamera den Pluspol sucht, und der Belichtungsmesser zeigt nichts an. Hier brauchst du einen leitenden Adapter, etwa einen einfachen Messingadapter oder unseren Universal-Adapter, dessen Material selbst leitet und den Kontakt über die ganze Oberfläche weitergibt.
  • Leica M5: Das Fach ist so knapp bemessen, dass der Schraubdeckel über einem Adapter oft nicht schließt. Leg die 675er dort ohne Adapter ein, der Deckel dreht sich weit genug hinein, um sie sicher zu kontaktieren.

Die Varta V80H braucht keinen dieser Adapter. Der Akku hat 15,5 mm Durchmesser und knapp 6 mm Höhe (Varta-Datenblatt), die PX625 15,6 × 5,95 mm (Camera-wiki). Der Akku kommt also direkt ins Fach, mehr dazu in Kapitel 5.

Steht in deiner Anleitung PX675 statt PX625, brauchst du gar keinen Adapter: Die PX675 hatte dieselben Maße wie die heutige Zink-Luft-Zelle Typ 675, 11,6 × 5,4 mm. Eine 675er oder die WeinCell MRB675 kommt direkt ins Fach (Polar Bear Camera).

4. Was kostet PX625-Ersatz nach drei Jahren?

Einmalpreise führen bei der PX625 in die Irre. Ein Leser aus den USA hat uns im August 2026 vorgerechnet, dass unser Akku-Set dort mit 59 Dollar plus Zoll und Versand die teuerste Lösung im Regal ist, vor dem MR-9-Adapter (rund 40 Dollar plus Zelle) und der WeinCell (9 Dollar). Das stimmt. Wie es nach ein paar Jahren aussieht, zeigt die Tabelle.

Die Tabelle gilt für eine Kamera, die regelmäßig benutzt wird und immer eine Zelle drin hat. Die Preise stammen aus Shops in Deutschland und Österreich, Stand 28.09.2026, ohne Versand. Wie lange eine Zelle hält, hängt stark von Kamera und Klima ab. Wo die Quellen auseinandergehen, steht eine Spanne.

Lösung Anschaffung Zellen pro Jahr nach 1 Jahr nach 3 Jahren Spannung
Alkalizelle Varta V625U, ohne Adapter 1,50 EUR (akkuline) etwa 1 1,50 EUR 4,50 EUR 1,5 V, sinkt ab
Zink-Luft 675 im Distanzadapter 22,95 EUR (Universal-Set mit 2 Adaptern und 6 Zellen) 6 bis 12 (Sechserpack 1,66 bis 2,79 EUR bei ewanto und avivamed) 23 bis 26 EUR 26 bis 37 EUR 1,35 bis 1,4 V, flach
WeinCell MRB625, ohne Adapter 8,99 EUR (Calumet) 2 bis 4 18 bis 36 EUR 54 bis 108 EUR 1,35 V, flach
MR-9-Adapter mit Silberoxid SR43 49,90 EUR (Jo Geier) bis 59,95 EUR (fotohandel.de), dazu die Zelle ab 1,67 EUR (Geizhals) etwa 1 52 bis 62 EUR 55 bis 65 EUR etwa 1,35 V, stabil
Akku Varta V80H mit USB-C-Lader 49,95 EUR, mit 2 Akkus 54,95 EUR (bei uns) keine 49,95 EUR 49,95 EUR 1,25 bis 1,30 V, stabil

Woher die Zellenzahlen kommen: Laut Energizer hat eine Zink-Luft-Zelle je nach Größe 3 bis 12 Wochen nach dem Abziehen der Folie noch 50 % Kapazität (Application Manual Zinc Air, S. 2), daher 6 bis 12 Hörgerätezellen im Jahr. Für die WeinCell nannte Wein 1995 eine Laufzeit von etwa drei Monaten nach der Aktivierung (Artikel aus Popular Photography auf der Wein-Website), später war von bis zu einem Jahr die Rede (de Gruijter, S. 2). Wir rechnen mit drei bis sechs Monaten. Silberoxid und Alkali trocknen nicht aus, wir setzen vorsichtig eine Zelle pro Jahr an. Für den Akku nennt Varta 500 volle Ladezyklen oder fünf Jahre (Produktinformation V80H).

Unter den Wegen mit passender Spannung ist für eine einzelne Kamera Zink-Luft im Distanzadapter über drei Jahre am günstigsten, auch günstiger als unser Akku. Mit einem O-Ring aus dem Baumarkt statt unseres Sets bleibst du sogar unter 20 EUR, sofern deine Kamera die Zelle oben und unten kontaktiert. Die V625U ist noch billiger, liefert aber die falsche Spannung. Der Akku liegt nach drei Jahren etwas unter dem MR-9 und klar unter der WeinCell.

Anders sieht es aus, sobald mehrere PX625-Kameras regelmäßig laufen. Ein Ladegerät reicht für alle, für jede weitere Kamera kommt nur ein Ersatz-Akku für 12,95 EUR dazu. Bei Zink-Luft, MR-9 und WeinCell zahlst du dagegen für jede Kamera neu. Mit drei Kameras liegt der Akku-Weg nach drei Jahren bei rund 68 EUR (Set mit zwei Akkus plus ein Ersatz-Akku), Zink-Luft mit zwei Universal-Sets bei 58 bis 91 EUR, drei MR-9 bei 165 bis 195 EUR und WeinCells bei 162 bis 324 EUR. Nach diesen drei Jahren kostet der Akku-Weg nichts mehr, bis die Akkus nach etwa fünf Jahren nachlassen. Zink-Luft braucht dagegen jedes Jahr 18 bis 36 neue Zellen. Am billigsten bleibt Zink-Luft mit Ringen aus dem Baumarkt, dafür wechselst du in drei Kameras alle paar Wochen die Zellen. Der Leser, der uns das vorgerechnet hat, kam für seine Sammlung zum selben Schluss: Der Akku lohnt sich, wenn mehrere PX625-Kameras wirklich benutzt werden.

Wann zählt die Spannung überhaupt?

Die Tabelle ist nur die halbe Antwort. Ob 1,35 V oder 1,5 V anliegen, zählt bei Kameras, deren Belichtungsmesser ohne Brückenschaltung direkt an der Batterie hängt (Tabelle in Kapitel 1), und dort am meisten bei Diafilm, der kaum Spielraum hat.

Kaum eine Rolle spielt die Spannung bei Kameras mit Brückenschaltung. Das bekannteste Beispiel, die ältere Pentax Spotmatic, nimmt allerdings gar keine PX625, sondern die kleinere PX400 (Batterie je Pentax-Modell). Ob deine PX625-Kamera zu den unempfindlichen gehört, zeigt ein einfacher Test: Leg eine frische V625U ein und miss eine helle und eine dunkle Szene mit einem Handbelichtungsmesser oder einer Belichtungsmesser-App nach, denn der Fehler durch zu hohe Spannung ist bei hellem Licht am größten. Stimmen beide Werte bis auf eine Drittelblende, reicht dir die V625U für 1,50 EUR. Wiederhol den Vergleich nach ein paar Monaten, weil die Spannung der Alkalizelle mit der Zeit sinkt.

Und bei vielen mechanischen Kameras wie Rollei 35, Olympus OM-1, Canon F-1 oder Nikon F versorgt die Batterie nur den Belichtungsmesser. Verschluss und Filmtransport laufen ohne. Wer ohnehin mit Handbelichtungsmesser oder einer Belichtungsmesser-App arbeitet, braucht für diese Kameras gar keine Batterie. Das ist die billigste Lösung von allen.

5. Wiederaufladbarer Akku mit USB-C-Ladegerät

Die Varta V80H ist eine NiMH-Knopfzelle (Nickel-Metallhydrid), die eigentlich als Puffer auf Platinen in Servern gedacht ist. Aber: Der Akku hat praktisch dieselben Abmessungen wie eine PX625 und liefert im Betrieb 1,25 bis 1,30 V, in der ersten Woche nach dem Laden sogar 1,30 bis 1,32 V. Beides ist nah genug an den originalen 1,35 V, um bei den meisten Kameras korrekte Belichtungswerte zu liefern.

Warum 1,30 V statt der nominalen 1,2 V? Die Angabe „1,2 V“ auf dem Datenblatt ist die Nennspannung, ein Richtwert für die Mitte der Entladung. In der Praxis liegt eine NiMH-Zelle direkt vom Ladegerät bei 1,40–1,45 V, fällt in den ersten Stunden auf ca. 1,30 V und bleibt dann lange auf einem flachen Plateau bei 1,25–1,30 V. Erst ganz am Ende (letzte 10 % Kapazität) sackt die Spannung unter 1,2 V. Die V80H liegt also im Alltag deutlich näher an den 1,35 V der PX625, als die Nennspannung vermuten lässt.

Warum die V80H kein normaler NiMH-Akku ist

In Foren liest du oft: „NiMH-Akkus entladen sich schnell, nach drei Wochen ist der Akku unzuverlässig.“ Das stimmt für Standard-NiMH-Akkus aus dem Supermarkt. Die V80H ist aber kein Standard-Akku. Der Akku gehört zu Vartas „Robust“-Familie und ist ein sogenannter LSD-NiMH-Akku (Low Self Discharge). Diese Kategorie wurde speziell für Anwendungen entwickelt, bei denen die Zelle monatelang Ladung halten muss: Echtzeit-Uhren in Servern, medizinische Messgeräte, Backup-Systeme.

Der Unterschied zu Standard-NiMH ist erheblich:

Selbstentladung: Vergleich Standard-NiMH vs. LSD-NiMH-Akku

Selbstentladung im Vergleich: Normale NiMH-Akkus (links) verlieren schnell Kapazität, LSD-NiMH (rechts) halten ihre Ladung deutlich länger. Quelle: Elektronik-Kompendium.de

Die Selbstentladung der V80H ist extrem gering, ähnlich wie bei den bekannten Eneloop-Akkus. Nach dem ersten Monat verliert sie kaum noch etwas, nach einem Jahr Lagerung bei Raumtemperatur ist der Großteil der Kapazität noch verfügbar.

Entladekurve LSD-NiMH-Akku: Spannung fällt schnell auf 1,2 V und bleibt dann stabil

Entladekurve eines LSD-NiMH-Akkus: Die Spannung sinkt anfangs von 1,35 V auf ca. 1,2 V und bleibt dann stundenlang stabil. Bei minimalem Stromverbrauch (wie in einem Belichtungsmesser) hält das Plateau deutlich länger. Quelle: Elektronik-Kompendium.de

Das erklärt Troeszters Messwerte: Während der Entladung unter normaler Last sinkt die Spannung eines NiMH-Akkus von ca. 1,35 V schnell auf ~1,2 V. Aber dann bleibt dieser Wert über Stunden stabil. Weil der Belichtungsmesser einer Kamera nur Mikroampere zieht, dauert dieses Plateau nicht Stunden, sondern Wochen. Unter dieser winzigen Last liegt die Spannung zudem etwas höher. Troeszter misst 1,30–1,32 V in Woche 1, dann langsam absinkend auf 1,25–1,27 V; dort stabilisiert sich der Wert und hält „mehrere Wochen“.

Ausgeknipst USB-C-Ladegerät für Varta V80H PX625-Ersatz-Akku

Einfach über Nacht laden

PX625 V80H USB-C-Ladegerät Detail

Das Ladegerät ist kompakt genug für jede Kameratasche. USB-C-Kabel anschließen, V80H einlegen, über Nacht laden, fertig. Die blaue LED zeigt an, dass der Ladevorgang läuft. Ehrlicherweise: Die LED zeigt aktuell nicht an, wann der Akku voll ist, das ist für Version 3 geplant. Deshalb empfehlen wir, das Ladegerät einfach über Nacht anzuschließen und morgens wieder abzuziehen. Ein paar Stunden länger schaden dem Akku nicht: Varta erlaubt im Datenblatt bei 20 °C Überladen mit 14 mA bis zu einem Jahr, unser Ladegerät liefert 12 mA. Eine volle Ladung dauert ca. 9 Stunden bei schonender Langsamladung (C/7, also ein Siebtel der Kapazität pro Stunde). Das langsame Laden ist Absicht: Es verlängert die Lebensdauer des Akkus erheblich. Frisch ausgepackt sind die Akkus meist nur teilweise geladen, lade sie deshalb vor dem ersten Einsatz einmal voll.

In das Ladegerät gehört nur die V80H. Kleinere NiMH-Knopfzellen wie die V15H (15 mAh) oder V40H (40 mAh) dürfen nicht hinein. Der Ladestrom ist fest auf die 80 mAh der V80H ausgelegt, und das Gerät schaltet nicht ab, wenn die Zelle voll ist. Eine V15H bekommt darin gut das Fünffache der für sie passenden Laderate ab, eine V40H das Doppelte. Beide überhitzen und können auslaufen.

Die V80H passt ohne Adapter ins PX625-Fach

Varta V80H in Rollei 35S eingelegt, direkter PX625-Ersatz

Kein Adapter, keine Bastelei. Die V80H passt direkt in jedes PX625-Batteriefach: rein, Deckel zu. Das funktioniert in der Rollei 35 genauso wie in der Leica CL oder der Olympus OM-1.

Kameras mit Batteriefach in der Filmkammer: Bei einigen Klassikern, darunter die Rollei 35 und die Leica CL, sitzt das Batteriefach innerhalb der Filmkammer. Das bedeutet: Für jeden Batteriewechsel muss der eingelegte Film herausgenommen oder erst zu Ende belichtet werden. Mit Einwegzellen, vor allem Zink-Luft, wird der Wechsel zum logistischen Problem.

Genau für diesen Fall haben wir das Pro Pack mit zwei Akkus gemacht. Einer ist immer frisch geladen: Bei jedem Filmwechsel tauschst du die Batterie gleich mit. Kein zusätzliches Öffnen der Filmkammer, kein Risiko für den eingelegten Film. Das war einer der Hauptgründe, warum wir das Ladegerät entwickelt haben.

Unterwegs laden: Das Ladegerät wiegt unter 20 Gramm und passt in die Hosentasche. In Kombination mit einer USB-C-Powerbank lädst du den Akku auch unterwegs. Keine Suche nach Spezial-Batterien in fremden Städten.

Aber: Das Ladegerät zieht nur 12 mA. Die meisten Powerbanks schalten bei so geringem Strom nach 30 Sekunden ab (Auto-Shutoff). Deine Powerbank braucht einen Trickle-Charge- oder Wearable-Modus, oft durch Doppelklick auf den An/Aus-Knopf aktivierbar. Ohne diesen Modus wird der Akku nicht geladen. Neuere Netzteile mit Power Delivery (PD) machen es ähnlich, sie handeln die Spannung erst aus und liefern der winzigen Last dann gar keinen Strom. Am zuverlässigsten lädst du an einem alten, einfachen USB-Netzteil mit festen 5 V oder an einem USB-Port am Laptop.

Das Pro Pack mit zwei Akkus

Pro Pack: USB-C-Ladegerät mit zwei Varta-V80H-Akkus

Das Pro Pack enthält zwei V80H-Akkus. Einer in der Kamera, einer im Ladegerät. So bist du selbst bei mehrtägigen Fototouren abgesichert; ein Akku hält beim normalen Fotografieren meist zwei bis vier Wochen.

Technische Daten

Akku-Typ Varta V80H (LSD-NiMH, „Robust“-Serie)
Nennspannung 1,2 V (laut Hersteller)
Arbeitsspannung (Plateau) 1,25 bis 1,30 V
Erste Woche nach dem Laden 1,30 bis 1,32 V
Kapazität 80 mAh
Ladezeit ca. 9 Stunden (Langsamladung C/7, über Nacht)
Ladezyklen typisch 500 volle Zyklen, 1.000 nach IEC-Prüfnorm (Varta Robust-Serie, LSD-NiMH)
Ladegerät-Anschluss USB-C, feste 5 V ohne PD-Aushandlung
Ladegerät-Material Technischer Kunststoff

Was unterscheidet die Varta V80H von der Varta V625U?

Beide kommen von Varta, beide passen ins PX625-Fach, und deshalb werden sie ständig verwechselt. Die V625U ist eine Alkalizelle (IEC LR9) mit 1,5 V (Varta-Datenblatt) und kostet um 1,50 EUR. Damit liefert sie genau die 1,5 V, um die es in Kapitel 1 geht: zu viel Spannung, die mit der Zeit absinkt. Die V80H ist ein Akku mit 1,2 V Nennspannung, der im Betrieb bei 1,25 bis 1,30 V liegt und sich wieder laden lässt.

Wer nach einer Alternative zur V625U sucht, sucht in Wahrheit eine Alternative zur PX625. Für Kameras mit Brückenschaltung ist die V625U selbst schon die Antwort, für alle anderen sind es die Wege aus den Kapiteln 2 bis 4.

Welche V80H passt ins Batteriefach?

Varta baut die V80H vor allem als Pufferakku für Platinen. Deshalb gibt es sie auch mit Lötfahnen, mit Lötstiften und als Stapel aus zwei oder drei Zellen (Varta-Handbuch zu NiMH-Knopfzellen). In eine Kamera passt nur die blanke Einzelzelle mit der Bestellnummer 55608 101 501. Die bekommst du auch im Elektronikhandel, etwa bei akkuman.de für 3,95 EUR, bei uns kostet der Ersatz-Akku 12,95 EUR. Achte beim Laden auf den Strom: Varta nennt für die Standardladung 7 mA über 14 bis 16 Stunden und erlaubt als beschleunigte Ladung 14 mA über 7 bis 8 Stunden (Datenblatt V80H). Unser Ladegerät liegt mit 12 mA dazwischen, also innerhalb der Herstellerangaben. Ein Ladegerät für AA-Akkus liefert ein Vielfaches davon und ist für die kleine Zelle ungeeignet.

Die Geschichte hinter dem PX625-USB-C-Ladegerät

Lars erklärt im Video, wie das Ladegerät entstanden ist.

6. Was Skeptiker sagen (und unsere Antwort)

Wir wären keine ehrlichen Händler, wenn wir Kritik unter den Teppich kehren würden. In den Foren der Analogfotografie gibt es berechtigte Einwände gegen NiMH-Akkus als PX625-Ersatz. Hier die häufigsten:

Einwand 1: „NiMH-Akkus haben nur 1,2 V, das ist zu wenig“

Ein Nutzer im Bilderforum bringt es auf den Punkt:

„Im Ergebnis hat man dann zeitlich ansteigende Überbelichtung anstatt zeitlich abfallende Unterbelichtung mit 1,5 V Lösungen. [...] 1,2 V sind von den erforderlichen 1,35 V ganz genau so weit entfernt, wie die 1,5 V einer Alkaline Batterie.“

Die Rechnung stimmt: 0,15 V Differenz in beide Richtungen, wenn du von der Nennspannung ausgehst. Im Betrieb sieht es anders aus. Troeszter misst in der ersten Woche nach dem Laden 1,30–1,32 V in der Rollei 35. Der Unterschied zu 1,35 V beträgt dann 0,03–0,05 V, weniger als 1/3 Blende. Später liegt der Akku bei 1,25 bis 1,27 V, das sind bis zu 0,1 V unter dem Original und damit weniger als die 0,15 V aus Kapitel 1, und zwar in Richtung Überbelichtung. Bei Negativfilm mit seinem enormen Überbelichtungsspielraum ist das kein sichtbarer Unterschied.

Entscheidender ist die Richtung der Abweichung. Eine V80H mit 1,30 V führt zu minimaler Überbelichtung (die der Negativfilm problemlos wegsteckt). Eine Alkalizelle mit 1,5 V führt zu Unterbelichtung, bei schwachem Licht (Lichtwert EV 6) kaum spürbar, bei hellem Sonnenlicht (EV 15) bis zu 2 Blendenstufen, weil die Kennlinie der CdS-Messzelle (ein lichtempfindlicher Widerstand) nicht linear ist. Unterbelichtung ist bei Negativfilm die eine Richtung, die wirklich Probleme macht.

Einwand 2: „Nach ein paar Wochen ist der Akku leer“

Auch dieser Einwand kommt oft:

„Nach drei Wochen sind NI-MHD-Akkus schon hinsichtlich ihrer Restspannung so unzuverlässig, dass eigentlich nur ganz frisch geladene und noch gesunde Akkus eine zuverlässige Belichtungsmessung gewährleisten können.“

Für Standard-NiMH stimmt das. Herkömmliche NiMH-Akkus aus dem Supermarkt verlieren schon nach wenigen Tagen 10 bis 20 Prozent ihrer Ladung.

Die V80H ist aber kein Standard-NiMH, sie ist ein LSD-NiMH-Akku (Low Self Discharge), wie wir in Kapitel 5 erklären. LSD-NiMH verliert im ersten Monat ca. 15 %, danach fast nichts mehr; nach einem Jahr sind noch rund 80 % Kapazität da. Die Messwerte von Troeszter zeigen dasselbe Bild:

Langzeit-Messung von Troeszter.net (Rollei 35T / 35S):

„Meine Erfahrungen: Voll geladen und in eine Rollei 35T oder 35S eingelegt hat der V80H-Akku etwa eine Woche eine Spannung von 1,30 bis 1,32 Volt. Nach einer zweiten Woche sinkt die Spannung auf 1,27 bis 1,28 Volt. Vier Wochen nach dem Ladevorgang hat er dann noch immer 1,25 bis 1,27 Volt und behält diesen Wert mehrere Wochen bei. Die Lösung funktioniert für mich sehr gut, weil der Belichtungsmesser sowohl mit einer Quecksilber-Knopfzelle als auch mit dem V80H-Akku identische Werte liefert. Ich habe das mit einem Testaufbau (Normlichtpult im abgedunkelten Studio) überprüft.“
Quelle: Troeszter.net, PX625 Batterie-Adapter Bauanleitung

In der Praxis bedeutet das: Vor einer längeren Fototour über Nacht laden, dann hast du ein zuverlässiges System. Wer seine Kamera allerdings monatelang im Schrank hat und ohne vorheriges Laden spontan losziehen will, ist mit einer Alkalizelle nach wie vor gut bedient, wenn er den Messfehler über einen angepassten ISO-Wert ausgleicht, wir sagen das offen. Die V80H spielt ihre Stärke bei regelmäßigem Einsatz aus.

Einwand 3: „80 mAh Kapazität ist weniger als bei SR43/SR44“

Mathieu aus Frankreich schreibt in seiner Kundenbewertung:

„Varta V80H are only 80mAh compared to the 130mAh or more with SR43W and an adapter. [...] I fear i will have to swap them each time I change the roll to avoid loosing metering.“

Stimmt, 80 mAh klingt erstmal wenig. Zum Vergleich: Eine SR43W hat 130 mAh, Zink-Luft (Typ 675) sogar 630 mAh. Ohne Kontext sagen die Zahlen aber wenig. Ein CdS-Belichtungsmesser zieht 50–100 Mikroampere. Bei 80 mAh Kapazität ergeben sich theoretisch 800–1600 Stunden aktive Messzeit. In der Praxis entscheidet nicht die Kapazität, sondern wie lange die Zelle ihre Spannung hält. Und der Akku hat einen Vorteil, den keine Einwegzelle hat: Die V80H lädst du wieder auf. Bei 500 Zyklen hat sie insgesamt 40.000 mAh geliefert, mehr als jede Einwegbatterie je liefern wird.

Einwand 4: „Der Preis“

Verstehen wir. Wir bieten deshalb zwei Einstiege an: Wer erstmal nur die richtige Spannung braucht, bekommt unseren Universal-Adapter mit Zink-Luft-Batterien ab 22,95 EUR. Wer langfristig keine Batterien mehr kaufen will, nimmt das V80H-Set. Wir verkaufen beides, weil verschiedene Fotografen verschiedene Lösungen brauchen. Was beide Wege und die übrigen nach drei Jahren kosten, rechnen wir in Kapitel 4 vor, auch für die Fälle, in denen der Akku nicht gewinnt.

Was du sonst noch wissen solltest

Battery-Check zeigt „leer“, obwohl der Akku voll ist: Viele Kameras (Olympus OM-1, Minolta SRT) haben eine Batterieprüfung, die auf 1,35 V ausgelegt ist. Die V80H mit ihrem Plateau von 1,25–1,30 V landet bei der Batterieprüfung fast immer im roten Bereich, obwohl der Belichtungsmesser einwandfrei arbeitet. Das ist kein Defekt. Vertrau dem Belichtungsmesser, nicht der Batterieprüfung.

NiMH und Winter vertragen sich nicht: Quecksilberzellen waren bis in tiefe Minusgrade spannungsstabil. NiMH-Akkus sind es nicht. Bei Temperaturen unter 5 °C steigt der Innenwiderstand der V80H, das Spannungsplateau knickt ein, und der Belichtungsmesser kann danebenliegen. Wer im Winter fotografiert: Kamera und Akku in der Jackentasche warm halten. Bei Dauerfrost ist eine Zink-Luft-Zelle die bessere Wahl.

Nach dem Laden 1–2 Stunden warten: Direkt nach dem Laden hat ein NiMH-Akku über 1,40 V. Steckst du ihn sofort in die Kamera, misst der Belichtungsmesser mit zu hoher Spannung und liefert falsche Werte. Lass den Akku nach dem Laden 1–2 Stunden ruhen. In dieser Zeit fällt die Spannung auf rund 1,30 V ab.

Kameras ohne echten Aus-Schalter (Rollei 35 u. a.): Der Belichtungsmesser der Rollei 35 hat keinen Schalter und zieht Strom, sobald Licht auf die CdS-Zelle fällt, auch bei eingeschobenem Objektiv. Der Objektivdeckel hilft dagegen nicht, denn die Messzelle hat ein eigenes Fenster im Gehäuse. Erst im Dunkeln fließt praktisch kein Strom mehr (Wikipedia). Leg die Kamera zwischen den Touren deshalb in die Tasche oder eine Schublade statt offen auf den Schreibtisch. Sonst leert der Belichtungsmesser den Akku auch dann, wenn du gar nicht fotografierst.

7. Die Original-Bauanleitung für Selbermacher

Die Idee, eine Varta V80H als PX625-Ersatz einzusetzen, stammt von Troeszter.net. Die dort veröffentlichte Bauanleitung (frei verfügbar als PDF) zeigt, wie du mit einem Adapter aus einem Weinflaschenverschluss und einem Labornetzteil einen eigenen V80H-Lader baust. Wer löten kann und Spaß daran hat, soll das tun, wir verlinken die Anleitung bewusst.

Unser Ladegerät teilt die Grundidee (V80H + Konstantstrom-Ladung), geht aber einen anderen Weg: eigene Platine, USB-C statt Labornetzteil, ein Gehäuse mit präzisen Federkontakten statt Kupferfolie. Troeszters Arbeit war der Ausgangspunkt, das Ergebnis ist ein eigenständiges Produkt.

Die Troeszter-Lösung im Überblick

Die Bauanleitung beschreibt einen Eigenbau-Ladeadapter aus einem Weinflaschen-Kunststoffverschluss mit Kupferfolien-Kontakten. Troeszter nutzt ein regelbares Labornetzgerät als direkte Spannungsquelle (auf 1,33–1,37 V eingestellt). Ein LM317-Regler wird als Strombegrenzer beschaltet: Ein 100-Ohm-Widerstand zwischen OUT und ADJ begrenzt den Ladestrom auf ca. 12 mA. Die Ladeschlussspannung wird durch das Netzgerät vorgegeben und manuell überwacht, der LM317 regelt in dieser Beschaltung nicht die Spannung, sondern nur den Strom.

Kennwert Details
Ladestrom 12 mA (LM317-geregelt)
Ladeschlussspannung (am Akku) max. 1,37 V (vom Netzgerät vorgegeben)
Ladezeit ca. 9,5 Stunden
Spannungsquelle Regelbares Labornetzgerät (eingestellt auf 1,33–1,37 V)
Bauteile gesamt 3 (LM317LP + C1 0,1 µF + R1 100 Ohm)
Kosten Elektronik ca. 1,90 EUR

Was die DIY-Lösung voraussetzt: ein regelbares Labornetzgerät (z. B. Voltcraft), Löterfahrung und ein Multimeter, weil du die Endspannung selbst einstellst und überwachst. Ohne Verpolungsschutz kann ein falsches Einlegen den Akku beschädigen. Wer das mitbringt, großartig. Für alle anderen gibt es unser fertiges Set.

Die vollständige Bauanleitung mit Schaltplan und Fotos findest du als PDF hier: Troeszter.net, PX625 Batterie-Adapter Bauanleitung

Ein Vorschlag aus dem Bilderforum: Dort legt jemand die V80H mit einem Weinkorken und Alufolien-Kontakten in ein normales AA-Ladegerät. Kreativ und kostenlos, aber heikel: Der Kurzschluss beim Einlegen ist ein reales Risiko, und der Ladestrom eines AA-Laders ist für die kleine Zelle viel zu hoch (Kapitel 5). Wer es versuchen will: auf eigene Gefahr.

8. Was Tester und Kunden sagen

Unabhängiger Video-Test von Camera Talk

Der US-Kanal Camera Talk hat sich das Set ohne unser Zutun bestellt und in vier Geräten durchprobiert: Gossen Super Pilot, Nikon F Photomic, Rollei 35 und Contarex Super. Die Spannungsabweichung gegenüber der originalen Quecksilberzelle rechnet er im Video selbst nach und kommt auf 3,7 bis 5,5 Prozent. Sein Urteil dazu: vernachlässigbar. Bei Minute 14 sagt er ausdrücklich, dass er alles aus eigener Tasche bezahlt hat, ohne Rabatt und ohne Gratismuster. Seine Kritik lassen wir stehen: der Preis und dass die LED nicht anzeigt, wann der Akku voll ist.

Video: Camera Talk, „A Rechargeable Alternative to the Mercury Cell“ (englisch)

Testbericht auf analoge-fotografie.net

Thomas Raatz betreibt eines der größten deutschen Analog-Portale. Wir haben ihm das Ladegerät mit zwei Akkus zum Testen geschickt, und er kennzeichnet seinen Beitrag entsprechend als Werbung. Sein Fazit: Von allen Wegen zum PX625-Ersatz sei das der einfachste, ohne Basteln und ohne nennenswerten Ladungsverlust im Regal. Zwei Kritikpunkte nennt er ebenfalls, und beide stimmen: Die Zelle lässt sich trotz Führungsnut verkehrt herum einschieben, und einen automatischen Ladestopp gibt es nicht. Zum Testbericht auf analoge-fotografie.net

30 Bewertungen, im Schnitt 4,77 von 5 Sternen (Stand 02.10.2026). Hier einige Stimmen:

Kundentest von Sorin (Verifizierter Kauf): Sorin hat die Belichtungsmessung seiner Kamera mit V80H-Akku am Sekonic-Handbelichtungsmesser überprüft:

  1. Voigtländer VF 135: Akku eingelegt (gemessen: 1,23 V), Belichtungsmesser mit Sekonic verglichen. Ergebnis: identische Werte.
  2. „Finally a viable, elegant and reliable solution for the (in)famous PX625 batteries.“
Kundenfoto: V80H-Akku-Set mit Voigtländer-Kamera und Sekonic-Vergleich

Foto: Sorin, Vergleichstest V80H vs. Sekonic an der Voigtländer VF 135

Kundentest von Harald (Verifizierter Kauf): Harald nutzt eine Nikon F, eine Canon F-1 und eine Pentax Spotmatic F:

  1. Ergebnis: „Alles funktioniert einwandfrei, die Belichtungsmesser zeigen verlässliche Werte.“
  2. „Hat übrigens keine Brückenschaltung!“, schreibt er über seine Pentax Spotmatic F (anders als die ältere SP aus der Tabelle in Kapitel 1).
Kundenfoto: Harald mit dem V80H-Set von Ausgeknipst

Foto: Harald, V80H im Einsatz mit Nikon F, Canon F-1 und Pentax Spotmatic F

Kundenfoto: PX625 V80H-Akku-Set in der Praxis

Kundenfoto aus der Praxis, V80H-Akku-Set im Einsatz

Kundenstimme von Bill (Verifizierter Kauf): „Having a 1.3 V rechargeable 625 battery is a brilliant idea. I have a bunch of cameras in my collection that use the 625 battery; some have been converted to 1.5 V, some haven't. This is the perfect solution for the cameras without voltage conversion.“

Kundenstimme von Jürgen (Verifizierter Kauf): „Ich habe viele alte Geräte, die leider die alten Quecksilber-Batterien benötigen. Bisher konnte ich Hörgerätebatterien nutzen. Die halten aber nur begrenzt und müssen dann entsorgt werden. Die neuen Varta-Akkus funktionieren bei mir einwandfrei. Natürlich gehen die auch irgendwann leer, aber man kann sie mit dem neuen Ladegerät wieder aufladen.“

Was Reddit dazu sagt

Im Subreddit r/AnalogCommunity wurde das V80H-Ladegerät von einem der Ausgeknipst-Gründer selbst vorgestellt. Die Community-Resonanz: überwiegend positiv, mit einzelnen Fragen zur Kapazität und zum Preis, beides haben wir oben beantwortet. Mehrere Nutzer bestätigen, dass die V80H in ihren Kameras (Rollei 35S, OM-1) korrekte Belichtungswerte liefert. Auch in englischsprachigen Foren wie Photrio wird die V80H als Alternative diskutiert, dort war die zentrale Frage: „But how do you recharge them?“ Genau dafür haben wir das USB-C-Ladegerät gebaut.

Diskutiert wird die V80H im Bilderforum, bei APHOG, auf Photrio und bei Reddit r/AnalogCommunity.

9. Häufige Fragen

Welche Batterie ersetzt die PX625?

Die originale PX625 war eine Quecksilber-Knopfzelle mit konstant 1,35 V, in der EU seit dem 1. Oktober 2015 verboten. Für regelmäßige Nutzer ist eine wiederaufladbare Varta V80H die bequemste Lösung. Der Akku liefert 1,25 bis 1,30 V und passt ohne Adapter direkt ins Batteriefach, geladen wird per USB-C. Alternativ funktionieren Zink-Luft-Zellen vom Typ 675 im Adapter oder eine SR43-Silberoxidzelle in einem Adapter, der die Spannung per Diode auf 1,35 V absenkt.

Was ist ein MR9-Adapter?

MR9 ist eine andere Bezeichnung für die PX625-Quecksilberzelle. Als MR9-Adapter werden zwei Bauarten verkauft: der MR-9 von Kanto mit eingebauter Spannungsabsenkung, der eine Silberoxidzelle SR43 von 1,55 V auf etwa 1,35 V bringt und in Europa 45 bis 60 EUR kostet, und einfache Distanzadapter ohne Elektronik, die eine Zink-Luft-Zelle Typ 675 auf das PX625-Format bringen. Welcher zu deiner Kamera passt, steht in Kapitel 3.

Kann ich statt der PX625 eine Varta V625U nehmen?

Mechanisch ja, die V625U hat das PX625-Format. Elektrisch ist sie eine Alkalizelle mit 1,5 V statt 1,35 V, und ihre Spannung sinkt mit der Zeit ab. In Kameras mit Brückenschaltung ist das egal, bei den meisten anderen misst der Belichtungsmesser falsch. Ob deine zu den empfindlichen gehört, zeigt ein Vergleich mit einem Handbelichtungsmesser oder einer Belichtungsmesser-App bei hellem und bei schwachem Licht. Für diese Kameras sind eine Zink-Luft-Zelle Typ 675 im Adapter, ein MR-9-Adapter mit Silberoxidzelle oder der Akku Varta V80H die besseren Wege.

Funktioniert eine normale 1,5-V-Batterie (LR44/SR44) in einer PX625-Kamera?

Nur mit Spannungsanpassung. Eine 1,5-V-Alkalizelle oder eine 1,55-V-Silberoxidzelle führt ohne Anpassung bei vielen Kameras mit ungeregeltem Belichtungsmesser zu Fehlbelichtung. Ein Adapter mit eingebauter Spannungsabsenkung (in der Regel eine Diodenschaltung) senkt die Spannung auf die nötigen 1,35 V ab. Eine Varta V80H braucht diesen Umweg nicht, sie sitzt direkt im Batteriefach und liefert dort 1,25 bis 1,30 V.

Reichen 1,2-V-NiMH-Akkus für eine PX625-Kamera?

Standard-NiMH-Akkus aus dem Supermarkt (1,2 V, hohe Selbstentladung) sind ungeeignet. Die Varta V80H ist dagegen ein LSD-NiMH-Akku (Low Self Discharge) aus Vartas Robust-Familie. Auf die Nennspannung kommt es weniger an als auf die Spannung im Betrieb: Auch die V80H ist ein 1,2-V-NiMH-Akku, liegt aber wochenlang bei 1,25 bis 1,30 V, weil sie sich als LSD-Typ kaum selbst entlädt. Gewöhnliche NiMH-Akkus sacken dagegen nach Tagen ab.

Kann ich eine V15H oder V40H im V80H-Ladegerät laden?

Nein. Das Ladegerät lädt mit einem festen Strom, der auf die 80 mAh der V80H ausgelegt ist, und es schaltet nicht ab, wenn die Zelle voll ist. Bei einer V15H mit 15 mAh entspricht das gut dem Fünffachen der für sie passenden Laderate, bei einer V40H dem Doppelten. Die Zelle überhitzt und kann auslaufen. Lade darin ausschließlich die Varta V80H.

Wie lange hält die Varta V80H im Vergleich zu Zink-Luft-Batterien?

Zink-Luft-Zellen beginnen sich zu entladen, sobald die Schutzfolie abgezogen ist. Eine Hörgerätezelle ist nach vier bis acht Wochen leer, unabhängig davon, wie viel du in der Zeit fotografiert hast. Die WeinCell hält länger, wir rechnen mit drei bis sechs Monaten. Die V80H lädst du dagegen einfach wieder auf. Es fällt weniger Batteriemüll an, und was welcher Weg über drei Jahre kostet, rechnet Kapitel 4 vor.

Ist die Varta V80H mit nur 80 mAh nicht zu schwach für die Belichtungsmessung?

Ein CdS-Belichtungsmesser zieht 50 bis 100 Mikroampere, damit reichen 80 mAh für viele Filme pro Ladung. Eine SR43W hat zwar 130 mAh, ist aber Einweg. Wer die maximale Laufzeit pro Batteriewechsel braucht, fährt mit Silberoxid im MR-9-Adapter besser (etwa eine Zelle pro Jahr, Kapitel 4), für den normalen Gebrauch reicht die V80H.

Was kostet eine PX625-Ersatzlösung?

Es gibt zwei Einstiege. Wer nur die korrekte Spannung braucht, nimmt den Universal-Adapter mit Zink-Luft-Batterien ab 22,95 EUR. Wer keine Einwegzellen mehr nachkaufen will, nimmt das wiederaufladbare V80H-Set mit USB-C-Ladegerät ab 49,95 EUR. Wir verkaufen beides, weil nicht jeder dieselbe Lösung braucht. Über drei Jahre gerechnet ist Zink-Luft im Adapter der günstigste Weg mit passender Spannung, die Rechnung für alle Wege steht in Kapitel 4.

Unsere PX625-Lösungen im Überblick

Ladegerät + Akku: V80H-Set mit USB-C (49,95 EUR) · Varta V80H-Ersatz-Akku (NiMH) (12,95 EUR) · PX625 Universal-Adapter mit Batterien (22,95 EUR) · Batteriefach-Werkzeug (1,7 mm Stahl) (19,95 EUR)

Weiterführende Quellen

Diese drei Überblicke beschreiben auch Lösungen, die wir nicht anbieten, etwa das Umjustieren des Belichtungsmessers auf Silberoxidzellen.

Alle PX625-Lösungen auf einen Blick Adapter, Akkus und Werkzeuge, alles, was du für die Batterieversorgung deiner analogen Kamera brauchst. PX625-Sortiment ansehen.

Mehr Anleitungen und Guides Unsere Blog-Artikel helfen dir, das Beste aus deiner analogen Kamera herauszuholen. Alle Blog-Artikel.

Wer steckt hinter Ausgeknipst? Wir sind Anto und Vladi aus Würzburg. Ingenieure, Analogfotografen und überzeugt davon, dass Technik Probleme lösen soll, nicht neue schaffen. Über uns.

Zurück zum Blog

2 Kommentare

Where can I buy one of your chargers? Thanks.

Vince Moon

A brilliant guide! The V80H solution is clearly the most robust and environmentally friendly way to keep these classic cameras accurate. As an Electrical Engineering student at Telkom University Surabaya, thank you for documenting the voltage stability and discharge characteristics so clearly it’s invaluable for the analog community

DINDA AULIA AZZAHRA PUTRI PURWANTO

Hinterlasse einen Kommentar