110 Pocketfilm: Der komplette Guide — Schneiden, Laden, Entwickeln, Scannen
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Community-Tipp: 35mmc.com
Bob Janes hat den wohl detailliertesten englischsprachigen Guide zum 110er Format geschrieben — von der Kassette bis zum Scan. Andrew Long dokumentiert C-Mount-Scanning und 110er Workflows. Absolute Pflichtlektüre.
Das 110 Pocketfilm-Format erlebt ein echtes Revival. Die kompakten Kameras passen in jede Jackentasche, und dank wiederverwendbarer Kassetten kannst du jede beliebige Filmemulsion im 110er Format belichten. Aber der Einstieg ins Pocketfilm-Universum wirft Fragen auf — welche Kamera? Welcher Film? Wie laden? Wie entwickeln? Wie scannen?
Alles, was du wissen musst — von der Kamerawahl bis zum fertigen Scan. Mit Praxistipps aus der Community und konkreten Produktempfehlungen.
Inhaltsverzeichnis
- Kamerawahl — Welche 110 Kamera ist die richtige?
- Filmauswahl — Was kommt in die 110er Kassette?
- Kassetten — Worauf es ankommt
- Worauf achten beim Fotografieren?
- Entwickeln — Labor oder zu Hause?
- Digitalisieren — Methoden im Vergleich
- Digitalisieren mit dem Ausgeknipst Setup
1. Kamerawahl — Welche 110 Kamera ist die richtige?
Pentax Auto 110 mit Wechselobjektiven · Foto: Rama / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0 FR
Das 110-Format bietet eine überraschende Vielfalt an Kameras — von simplen Plastik-Instamatics bis zur kleinsten Spiegelreflexkamera der Welt. Je nachdem, ob du maximale Kontrolle oder maximale Einfachheit willst, gibt es die richtige Kamera für dich.
Die wichtigsten 110-Kameras im Überblick
| Modell | Objektiv | Verschluss | Belichtung | Unperf. Film? | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|
| Pentax Auto 110 | Wechselobjektive (18/24/50/70mm) | 1s–1/750s | SPD Auto | Eingeschränkt* | €150–300 |
| Pentax Auto 110 Super | Wie Auto 110 + Motor | 1s–1/750s | SPD Auto | Eingeschränkt* | €250–500 |
| Rollei A110 | 23mm f/2.8 Zeiss Tessar | 4s–1/400s | SPD | €200–400 | |
| Canon 110ED | 26mm f/2.0 (5-Linser) Messsucher | 1/8–1/500s | Blendenvorwahl | €50–150 | |
| Minolta 110 Zoom SLR | 25–50mm f/4.5 | 1/1000–10s + B | Blendenvorwahl | Achtung | €100–250 |
| Voigtländer Vitoret 110 | 24mm f/5.6 Lanthar | Auto | CdS | €30–80 | |
| Minox 110S | 25mm f/2.8 Color-Minotar | 1/1000–4s | CdS Auto | Nein | €150–350 |
| Lomomatic 110 (neu!) | 22mm f/2.8 | Auto (Tag/Nacht) | Zone Focus | Nein | €99–159 |
Unsere Empfehlung: Pentax Auto 110
Die Pentax Auto 110 ist die beste 110-Kamera — Punkt. Warum?
- Wechselobjektive — Ein echtes SLR-System im Taschenformat: 18mm Weitwinkel, 24mm Standard, 50mm Portrait, 70mm Tele
- Hervorragende Optik — Die Pentax-Objektive liefern für das 110-Format erstaunlich scharfe Ergebnisse
- Nimmt unperforierten Film auf — ACHTUNG: Der Verschluss löst zwar aus, aber der Filmtransport benötigt die Perforation für die korrekten Abstände. Bei unperforiertem Film überlappen die Bilder, es sei denn man trickst beim Spannen.
- Verfügbarkeit — Die Pentax Auto 110 ist relativ häufig auf dem Gebrauchtmarkt
Budget-Tipp: Canon 110ED — Für €50–150 bekommst du eine überraschend gute Kamera mit Blendenvorwahl (f/2.0–f/16) und Messsucher-Fokussierung ab 0,6m.
David Hancock — Pentax Auto 110 Camera Review with Sample Photos
Achtung: Wichtig: Kompatibilität mit selbst geladenem Film
Nicht jede 110-Kamera funktioniert mit Film ohne Perforation. Bei einigen Modellen dient die Perforation zum Spannen des Verschlusses. So testest du es:
- Öffne die Rückwand und entferne die Kassette
- Betätige den Filmtransport
- Drücke den Auslöser
Löst der Verschluss aus? → Deine Kamera funktioniert mit unperforiertem Film!
Löst er nicht aus? → Diese Kamera braucht perforierten Film.
Die 10 beliebtesten 110 Kameras
Unser ausführliches Kamera-Ranking mit Beispielfotos und Kaufempfehlungen.
2. Filmauswahl — Was kommt in die 110er Kassette?
Analog Insights — Lomomatic 110 Review mit Beispielfotos
Du hast zwei Wege an 110er Film zu kommen: Fertig kaufen (Lomography) oder selber schneiden. Die DIY-Route ist nicht nur günstiger, sondern gibt dir die freie Wahl aus dem gesamten Filmsortiment.
Option 1: Lomography — Der einzige Hersteller
Lomography hat ein de-facto-Monopol auf fabrikneuen 110er Film. Seit Fujifilm 2009 die Produktion einstellte, gibt es keine andere Quelle mehr:
| Film | Typ | ISO | Bilder | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Tiger 200 | Farb-Negativ | 200 | 24 | €12��15 |
| Orca 110 | S/W-Negativ | 100 | 24 | €12–15 |
| Lomochrome Purple | Experimental | 100–400 | 24 | €15–18 |
Das Problem: €12–18 pro Rolle für 24 Aufnahmen im 13×17mm Format sind extrem teuer. Zum Vergleich: Ein 35mm-Film mit 36 Belichtungen (24×36mm — fast 4× größere Negative!) kostet oft weniger.
Option 2: Film selber schneiden — jede Emulsion im 110er Format
Das ist der entscheidende Vorteil: Es gibt kaum fertigen 110er Film zu kaufen. Wer nicht nur auf Lomography-Emulsionen beschränkt sein will — wer Kodak Gold, Portra 400, HP5+, Tri-X oder CineStill 800T im 110-Format belichten möchte, wie bei seiner 35mm- oder Mittelformatkamera — der kommt nicht umhin, den Film selber zu schneiden und in eine wiederbefüllbare Kassette zu laden.
Dafür brauchst du einen Filmschneider, der 35mm- oder 120-Rollfilm präzise auf 16mm Breite zuschneidet:
- Portra 400, HP5+, Tri-X, Ektar, Delta 3200 — alles möglich
- Exotische Emulsionen: CineStill 800T, Rollei Infrarot, Fomapan 100
- Deutlich günstiger: Ein Ilford HP5+ 35mm (~€7) ergibt 2 Füllungen à ~82cm
Soll-Länge und Ausbeute: 35mm vs. 120
Standard-Länge eines 110er Filmstreifens: ca. 78–80 cm (24 Aufnahmen)
Das ist die Ziel-Länge, auf die du deinen geschnittenen Streifen zuschneidest — egal ob aus 35mm oder 120.
Ob du 35mm- oder 120-Rollfilm als Ausgangsformat nimmst, hängt davon ab, welchen Filmstock du gerade zur Verfügung hast. Manche Emulsionen gibt es nur für 35mm, andere nur für 120 — und unsere Filmschneider unterstützen beide Formate. Der 120er Film hat keine Perforierungen am Rand und liefert daher prinzipiell mehr Ausbeute:
| Ausgangsformat | Filmlänge | Nutzbare Breite | Ausbeute |
|---|---|---|---|
| 35mm Patrone (135, 36 Bilder) | ~165 cm | 1× 16mm Streifen (zwischen den Perforationen) | 2 Füllungen à ~82,5 cm |
| 120 Rollfilm | ~83 cm (nur Film) | 3× 16mm Streifen (keine Perforation) | 3 Füllungen à ~83 cm |
Rechenbeispiel: Ein 120er Rollfilm (~€7) ergibt 3 Füllungen. Das sind €2,33 pro 110-Rolle statt €12–18 bei Lomography. Ein 35mm-Film (~€7) ergibt 2 Füllungen = €3,50 pro Rolle.
Backing Paper: Ja oder Nein?
Ob du mit oder ohne Backing Paper lädst, hängt einfach vom Kassettentyp und deiner Erfahrung ab:
- Mit Backing Paper (Kassette mit Sichtfenster) — Lichtschutz, Bildnummer sichtbar. Empfohlen für Farbfilm, High-ISO, Anfänger.
- Ohne Backing Paper (geschlossene Kassette) — Einfacher, schneller. Laden im Dunkeln nötig. Perfekt für S/W und erfahrene Nutzer.
Unsere Film-Empfehlungen zum Selbstschneiden
| Film | Typ | ISO | Warum? |
|---|---|---|---|
| Ilford HP5+ | S/W | 400 | Extrem fehlertolerant, Push/Pull, günstig |
| Kodak Portra 400 | Farbe | 400 | Natürliche Hauttöne, guter Belichtungsspielraum |
| Fomapan 100 | S/W | 100 | Budgetfreundlich, schönes Korn |
| CineStill 800T | Farbe | 800 | Low-Light, Nachtaufnahmen |
| Kodak Tri-X 400 | S/W | 400 | Der Klassiker, kontrastreich |
| Kodak Ektar 100 | Farbe | 100 | Schärfster Farbfilm, minimalstes Korn |
3. Kassetten — Worauf es ankommt
Bob Janes' modifizierte 110-Kassetten — Mk1, Mk2 und Mk3 · Foto: 35mmc.com
Zum Laden brauchst du eine 110-Kassette. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Wege: Eine bestehende Original-Kassette modifizieren, oder eine speziell für das Nachladen konstruierte Kassette verwenden.
Weg 1: Original-Kassette modifizieren (DIY)
Bob Janes hat auf 35mmc detailliert dokumentiert, wie man alte Lomography- oder Fukkatsu-Kassetten für das Nachladen modifiziert. Sein Ansatz in drei Iterationen:
- Mk1 — Ohne Backing Paper: Filmkammer aufschneiden, Sleeve aus belichteter Film einsetzen, längeren Filmstreifen laden (>24 Aufnahmen möglich). Nachteil: Keine Bildzähleranzeige.
- Mk2 — Mit Backing Paper: Kassette näher zur belichteten Filmkammer schneiden, Original-Backing-Paper wiederverwenden. Bildzähler funktioniert, Standard 24 Aufnahmen.
- Mk3 — Komplett offener Deckel: Gesamte Oberseite als abnehmbarer Deckel — einfachstes Laden. Backing Paper dichtet den Spalt selbst ab.
Achtung: Worauf du bei jeder Kassette achten musst
Egal ob modifiziert oder neu: Die Lichtdichtigkeit ist das A und O. Die Originalnaht am Kassettenboden hat keinen Überlapp — dort entstehen die meisten Light Leaks. Tape allein reicht nicht immer (Bob Janes zeigte, dass belichteter Film als Sleeve nicht komplett lichtdicht ist). Backing Paper ist der zuverlässigste Lichtschutz.
Weg 2: Wiederverwendbare Kassetten (z.B. 3D-gedruckt)
Alternativ gibt es speziell für das Nachladen konstruierte Kassetten — wie unsere Ausgeknipst-Kassette aus PLA+. Die Vorteile gegenüber der DIY-Modifikation:
- Aufwickelspule: Kein Fummeln mit losen Filmenden — Film aufwickeln, reinschieben, fertig
- ISO-Wegbrechkante: Standardisierte Kerbe die du abbrechen kannst, um der Kamera ISO 400 statt ISO 200 zu signalisieren
- Filmtransport-Kompatibilität: Sollbruchstelle für Kameras mit Sprocket-Zahnrad (z.B. Agfamatic)
- Zwei Varianten: Mit Sichtfenster (Backing Paper) oder geschlossen (ohne)
110 Kassette ohne Backingpaper (für 35mm-Film)
110 Kassette mit Backingpaper (für 120-Film)
Film laden — Schritt für Schritt
Vorbereitung (bei Tageslicht):
- Film schneiden — 35mm oder 120er auf 16mm Breite mit einem Filmschneider
- Filmstreifen zuschneiden — ca. 78–80 cm lang (~24 Aufnahmen). Das ist die Standard-Länge.
- Aufwickelspule bereithalten (falls vorhanden)
Laden (bei VOLLSTÄNDIGER Dunkelheit oder im Wechselsack!):
- Film auf Aufwickelspule wickeln — Emulsion (matte Seite) nach innen
- Spule in die Kassette schieben — in den Leerraum der Feedkammer
- Filmanfang zur Aufnahmespule führen — befestigen
- Kassette schließen + sofort in Case
Tipp: Praxis-Tipp: Endfalte als Stopp-Mechanismus
Bob Janes empfiehlt, eine Falte am Filmende umzuklappen und festzukleben. Der doppelt gefaltete Film kann die Feedkammer nicht verlassen — wenn der Filmtransport stoppt, weißt du: Rolle voll. Besonders nützlich beim Laden ohne Backing Paper, wenn du keinen Bildzähler hast.
4. Worauf achten beim Fotografieren?
Film is more fun — Fotografieren mit der Pentax Auto 110: Ergebnisse und Spaßfaktor
Das 110-Format verzeiht weniger Fehler als 35mm — aber wer die Eigenheiten kennt, holt erstaunliche Ergebnisse raus.
Licht ist alles
Die Grundregel für 110: Mehr Licht = bessere Bilder. Das kleine Negativ (13×17mm) verstärkt jeden Fehler.
- Sonnenlicht ist dein Freund — Draußen bei gutem Licht liefert das Format tolle Ergebnisse
- Innenräume nur mit Blitz — Auch ISO 400 schafft bei Kunstlicht kaum brauchbare Ergebnisse
- Lieber überbelichten — +1 Blende ist sicherer als Unterbelichtung. Negativfilm steckt Überbelichtung gut weg
- Sunny-16: Bei ISO 200, Blende f/16, Verschlusszeit 1/200s bei vollem Sonnenschein
Parallaxe beachten
110-Kameras (außer SLR-Modellen) haben einen separaten Sucher. Bei nahen Motiven (<1m) ist der Bildausschnitt im Sucher nicht identisch mit dem auf dem Film. Lösung: 10–20% höher ansetzen als sichtbar.
Häufige Anfängerfehler
- Unterbelichtung — Der #1-Fehler. Immer mehr Licht als du denkst
- Verwacklung — Das kleine Negativ verstärkt jede Kamerabewegung
- Falscher ISO-Notch — Vergessen die Kerbe an der Kassette anzupassen
- Laden im Hellen — Auch „kurz mal schauen“ reicht für Light Leaks
- Falscher Transport — Bei der Pentax: Zweimal hebeln, nicht einmal
- Zu hohe Erwartungen — 110 ist nicht 35mm. Das Korn und die Softness sind der Charme
5. Entwickeln — Labor oder zu Hause?
DIY-modifizierte Kaiser-Spule für 110/16mm Film · Foto: Bob Janes / 35mmc.com
110er Film entwickeln funktioniert genauso wie 35mm — du brauchst nur eine Spule, die 16mm aufnimmt.
Option 1: Ab ins Labor
Labore die 110er Film annehmen:
- Fotoimpex (Berlin) — C-41 und S/W
- The Darkroom (USA) — 110 Spezialist, C-41 und E-6
Achtung: Nicht jedes Labor nimmt 110 an!
Viele Labore haben keine Spulen für 16mm / 110. Vorher nachfragen — Fotoimpex ist eine der sichersten Optionen in DE.
Option 2: Selbst entwickeln
Für die Heimentwicklung brauchst du einen Entwicklungstank und eine Spule, die 16mm Film aufnimmt:
| System | Spule | Tank | Kapazität |
|---|---|---|---|
| Ausgeknipst + Paterson | 110/16mm Spule (Paterson: SKU 1502b) | Standard Paterson | Bis 4 Spulen = 8 Filme |
| Ausgeknipst + Jobo | 110/16mm Spule (Jobo: SKU 1504b) | Jobo 1500 Serie | 2–3 Filme |
Bonus: Auch für 16mm Kinofilm!
110 Pocketfilm und 16mm Kinofilm verwenden exakt die gleiche Filmbreite (16mm). Wer also eine Bolex H16, eine Krasnogorsk K-3, eine Arriflex 16ST oder eine andere 16mm Filmkamera besitzt und einen Teststreifen selbst entwickeln möchte — unsere Spule passt. Für Minox 8×11 (9,5mm) gibt es eine eigene, schmalere Spule: Entwicklerspule Minox 9,5mm (SKU 1505p).
Der eigentliche Entwicklungsprozess ist identisch zu 35mm — S/W wie C-41, gleiche Zeiten, gleiche Temperaturen. Nur die Spule ist anders.
6. Digitalisieren — Methoden im Vergleich
110er Film im 35mm-Filmscanner-Halter — DIY-Scanning · Foto: Bob Janes / 35mmc.com
Du hast deine 110er Negative entwickelt — jetzt musst du sie in digitale Bilder verwandeln. Das 110-Format (13×17mm) stellt besondere Anforderungen, weil die Negative so klein sind.
Die Herausforderung: Kleine Negative, großer Anspruch
Ein 110-Negativ ist nur 13×17mm groß — weniger als ein Viertel von 35mm. Das bedeutet: Du brauchst mindestens 4000 dpi optische Auflösung für brauchbare Ergebnisse, und jeder Staubkrümel ist sichtbar.
Vergleich auf einen Blick
| Methode | Geschwindigkeit | Qualität (110) | Kosten | Community-Fazit |
|---|---|---|---|---|
| Flatbed (V600) | ★★★ | ★★ | €€ | Unter 3 MP nutzbar bei 110 — nur als Notlösung wenn schon vorhanden |
| Flatbed (V850) | ★★★ | ★★★ | €€€€ | Besseres Dmax (4.0) als V600, aber Flatbed-Architektur limitiert bei 13×17mm |
| DigitaLIZA | ★★★ | ★★ | € | Günstiger Filmhalter, braucht zusätzlich Scanner oder Kamera — reiner Einstieg |
| Kamera-Scanning | ★★★★ | ★★★★★ | €€€ | ← Klar überlegen: höchste Auflösung, bester Dynamikumfang, kontaktlos |
Warum Kamera-Scanning für 110 überlegen ist
- Deutlich höhere effektive Auflösung als jeder bezahlbare Flatbed
- Schnellerer Workflow — Ein Negativ pro Sekunde möglich
- Keine Kratzer — Kontaktlos, Film liegt im Halter
- Flexible Software — Negative Lab Pro, darktable, Grain2Pixel
Tipp: Andrew Long (35mmc, UK) über Camera Scanning:
„The idea behind the 110 film holder for scanning is really good — Speed and workflow without damaging the negatives.“
Discovery Park, Seattle — Pentax Auto 110 auf Kodak Double-X · Foto: Bob Janes / 35mmc.com
Film Scanner 110 MK2 — Modularer Filmhalter, Magnetisch
Filmhalter für Epson V500, V550, V600 (110 + 35mm + 120)
7. Digitalisieren mit dem Ausgeknipst Setup

Unser Scanner-System besteht aus einzelnen Schichten, die aufeinander aufbauen. Du kaufst nur, was du brauchst. Kein Flatbed kommt da ran — Camera Scanning mit einem dedizierten Filmhalter liefert bei 110 die besten Ergebnisse. Deutlich.
Das Komplettsystem im Überblick
Orange = 110-spezifisch · Grau = Shared (alle Formate)
Copy Stand MK2
60cm Alu-Profil, CNC-Aufnahme, 3/8" Gewinde, Fast-Lock Klemmen.
SKU 1602b
CS-LITE + CSL Adapter
CRI 97+ LED + lichtdichter Adapter für gleichmäßige 16mm-Ausleuchtung.
SKU 1725v + 1664p
Film Scanner 110 MK2
16mm Kanal, S-Kurve, 4 Neodym-Magnete. PLA+, mattschwarz.
SKU 1652b
Hood S (Mini)
Streulichtschutz mit Extension Tubes. Verhindert Lens Flare.
SKU 1661p
Workflow: Vom Negativ zum digitalen Bild
- Setup aufbauen — Copy Stand, Kamera montieren, CS-LITE unter den Filmhalter
- Kamera einstellen — Manueller Fokus, ISO 100, Blende f/5.6–f/8
- Film einlegen — 110er Streifen in den 16mm Kanal schieben
- Fokus — Live View × 10, auf Filmkorn scharfstellen
- Auslösen — Ein Frame pro Klick, dann Film weiter schieben
- Software-Inversion — RAW-Dateien in Negative Lab Pro, darktable oder Grain2Pixel invertieren
Workflow-Hack: Fokus nur einmal einstellen!
Dank der S-Kurve im Scanner liegt der Film immer auf exakt derselben Höhe. Du stellst den Fokus einmal scharf auf das Filmkorn — und kannst dann Streifen für Streifen durchscannen, ohne nachzufokussieren.
Empfohlene Makro-Objektive
| Objektiv | Mount | Abbildung | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|
| Laowa 65mm f/2.8 Ultra Macro | APS-C | 2:1 | €280–350 |
| 7Artisans 60mm f/2.8 | Div. | 1:1 | €100–150 |
| Nikkor 105mm f/2.8 Micro VR | Nikon F | 1:1 | €350–450 |
| Canon 100mm f/2.8L Macro IS | Canon EF | 1:1 | €500–650 |
Scan-Software für Negativ-Inversion
| Software | Typ | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Negative Lab Pro | Lightroom Plugin | $99 | ★★★★★ |
| Grain2Pixel | Standalone | Kostenlos | ★★★★ |
| darktable | RAW-Editor | Kostenlos | ★★★ |
| VueScan | Scanner-Software | $40–100 | ★★★ |
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