Batterietyp SR44 — Kompatible Kameras
3 Kameras von 2 Marken verwenden SR44
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1 Kamera| Kamera | Batterie | Anleitung |
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| Honeywell Pentax Auto 110 | 2x SR44 | Anleitung |
Leica
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Was ist eine SR44-Batterie?
Die SR44 ist eine Silberoxid-Knopfzelle (Zink/Silberoxid-Chemie) mit 1,55 V Nennspannung und den Maßen 11,6 × 5,4 mm. Sie ist seit den 1970er-Jahren als Standard-Knopfzelle weltweit verbreitet und wird von Herstellern wie Varta, Renata, Maxell, Sony und Energizer produziert. Geläufige Synonyme sind 357, 303, S76, MS76, SR44W und SR44SW. Im Vergleich zu Alkali-Zellen liefert Silberoxid eine deutlich konstantere Spannung über die gesamte Entladekurve — der Grund, warum sie sich für analoge Belichtungsmesser durchgesetzt hat.
Welche Kameras brauchen eine SR44-Batterie?
SR44 wird typischerweise paarweise (2x SR44 = 3,1 V) in einer überschaubaren Gruppe von Analogkameras eingesetzt: Leica R3 und R3 MOT, Minolta CLE und Honeywell Pentax Auto 110. Die vollständige durchsuchbare Liste mit allen Modellen und Anleitungen findest du oben auf dieser Seite. Über diese Kameragruppe hinaus ist die SR44 auch die Standard-Knopfzelle für viele Handbelichtungsmesser, kleine Blitzgeräte und nicht zuletzt als Energiequelle für Schottky-Dioden-Adapter, die sie auf 1,35 V herunterregulieren.
Wo ist der Unterschied zwischen SR44 und LR44?
Die beiden Zellen sind baugleich (11,6 × 5,4 mm) und passen mechanisch in dieselben Batteriefächer — ihre Chemie ist aber unterschiedlich, und das macht in Analogkameras einen praktischen Unterschied:
- SR44 (Silberoxid): 1,55 V Nennspannung, die über rund 90 % der Entladekurve nahezu konstant bleibt. Lebensdauer im Belichtungsmesser typisch ein bis zwei Jahre.
- LR44 (Alkali): 1,5 V frisch, sinkt aber kontinuierlich auf etwa 1,0 V ab. Günstiger im Einkauf, liefert über ihre Lebensdauer aber schwankende Messwerte — für einen Belichtungsmesser ist das die schlechtere Wahl.
Wenn deine Kamera laut Anleitung SR44 verlangt, solltest du SR44 nehmen und nicht durch LR44 ersetzen. Den geringen Preisunterschied holst du über die deutlich präzisere Belichtungsmessung locker rein.
Kann ich eine SR44 statt einer PX625 verwenden?
Nicht direkt. Die SR44 hat 1,55 V, die historische PX625-Quecksilberzelle hatte 1,35 V — ein Unterschied von 0,2 V, der bei einer Vielzahl von Kameras zu rund einer bis 1,5 Blendenstufen Unterbelichtung führt (höhere Spannung lässt den Belichtungsmesser mehr Licht annehmen → er schließt die Blende). Außerdem ist die SR44 mechanisch kleiner (11,6 × 5,4 mm vs. 16 × 11,2 mm).
Es gibt zwei saubere Wege, eine SR44 trotzdem in einer PX625-Kamera zu nutzen: Erstens ein PX625-Adapter mit Schottky-Diode, der die Spannung herunterregelt und mechanisch ausgleicht — Battery-Check funktioniert hier allerdings nicht zuverlässig. Zweitens, falls deine Kamera über eine sogenannte Brückenschaltung verfügt (z.B. Pentax Spotmatic), kompensiert die Kameraelektronik den Spannungsunterschied von sich aus — dann reicht der reine mechanische Adapter ohne Diode aus.
Warum ist die Spannungs-Konstanz wichtiger als der absolute Spannungswert?
Ein Belichtungsmesser misst nicht direkt Licht, sondern interpretiert die Spannung an seinen Eingangsklemmen als Maß für Lichtintensität. Ändert sich diese Spannung im Laufe der Batterielebensdauer, ändert sich auch der gemessene Wert — selbst wenn das tatsächliche Licht gleich bleibt. Eine zu hohe Spannung (Alkali 1,5 V statt der erwarteten 1,35 V) führt zu Unterbelichtung, weil die Kamera mehr Licht annimmt als wirklich da ist und die Blende schließt; eine zu niedrige Spannung erzeugt Überbelichtung. Negativfilm verzeiht Überbelichtung deutlich besser als Unterbelichtung — eine leichte Unterspannung ist daher tendenziell das kleinere Übel.
Noch wichtiger als der absolute Wert ist jedoch die Konstanz: Alkali-Zellen wie die LR44 bauen ihre Spannung von 1,5 V kontinuierlich auf rund 1,0 V ab und liefern über ihre Lebensdauer schwankende Messwerte. Silberoxid (SR44) hält ihre 1,55 V dagegen über etwa 90 % der Entladung nahezu stabil — deshalb war sie in den 1970ern der natürliche Nachfolger der Quecksilberzelle für alle Kameras, die werkseitig auf 1,5 V ausgelegt wurden. Zink-Luft- und NiMH-Zellen verhalten sich ähnlich konstant und sind die saubereren Optionen für die historischen 1,35-V-Kameras.