Batterietyp PX640 — Kompatible Kameras
41 Kameras von 13 Marken verwenden PX640
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PX640 bei Ausgeknipst kaufenCanon
5 KamerasFuji Fujica
4 KamerasHoneywell Elmo
2 KamerasHoneywell Pentax
2 KamerasMinolta
6 KamerasOlympus
4 KamerasPentax
4 KamerasPetri
2 KamerasRicoh
3 KamerasYashica
6 KamerasAndere Batterietypen?
Wir führen Adapter und Alternativen für seltene Batterietypen wie PX625, PX27 und viele mehr.
Alle Batterien ansehenHäufige Fragen zur PX640-Batterie
Was ist eine PX640-Batterie?
Die PX640 ist eine 1,35-Volt-Quecksilberzelle (Quecksilberoxid-Zink-Chemie), die ab den 1960er-Jahren von Mallory, Varta und Eveready hauptsächlich für Belichtungsmesser und Antriebssysteme in Analog- und Schmalfilm-Kameras hergestellt wurde. Sie ist die deutlich höhere Schwester der bekannteren PX625: Maße rund 15,6–16,0 × 11,2 mm — also fast doppelt so hoch wie die PX625 bei gleichem Durchmesser, oft als "fat button" oder "Fässchen-Zelle" beschrieben. Äquivalent-Bezeichnungen: HM-N (Mallory), H-N / E640 (Eveready), NR52 (National), MR52 / LR52 (IEC), V640PX (Varta).
Welche Kameras brauchen eine PX640-Batterie?
PX640 wurde in einer Reihe von Sucherkameras und Schmalfilm-Kameras der späten 60er und 70er Jahre verbaut: Yashica Electro 35 FC und Electro 35 GX, Olympus 35 EC / EC2 / ECR / ED, Minolta Hi-Matic 5, Hi-Matic E, Hi-Matic F und CS, Fuji/Fujica Date sowie GA / GE / GER, Canon Canodate E, Canon Cine Canonet 8, Canon Date-Matic, Canon Motor Zoom 8 EEE, Chinon 35 EE-II, Ricoh Elnica 35 / 35M / F, Petri Computor II (benötigt zwei Zellen) und Petri ES Auto, Miranda Sensoret sowie Belichtungsmesser wie die Pentax/Honeywell Spotmeter-Serie und der Sekonic L-88 Microlite. Die komplette durchsuchbare Liste mit allen 41 Modellen findest du oben auf dieser Seite.
Warum gibt es die PX640 nicht mehr zu kaufen?
Quecksilberhaltige Knopfzellen wie die PX640 wurden in der EU mit der Batterierichtlinie 2006/66/EG verboten — die letzten legalen Bestände waren etwa 2009 aufgebraucht. In den USA gilt seit 1996 ein vergleichbares Verbot durch den Mercury-Containing and Rechargeable Battery Management Act. Der Grund ist nicht die Batterie selbst, sondern die Umweltbelastung durch Quecksilber bei unsachgemäßer Entsorgung. Da die PX640 ohnehin nur in einer überschaubaren Zahl von Kameramodellen verbaut war, hat kein Hersteller je einen direkten 1:1-Nachbau aufgelegt — anders als bei der populären PX625.
Welche Optionen für PX640-Ersatz gibt es, und was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile?
Einen einzigen "besten" Ersatz gibt es nicht — jede der folgenden Optionen hat eigene Stärken und Schwächen:
- Hörgerätebatterien Typ 675 + PX640-Adapter: Zink-Luft-Zelle Typ 675 mit Distanzring auf die größere PX640-Geometrie. Korrekte 1,35–1,4 V, Zellen sind als günstige Standard-Hörgerätebatterien überall erhältlich. Vor dem Einsetzen Schutzaufkleber abziehen und 5 Minuten an der Luft liegen lassen, damit sich die Spannung stabilisiert. Bei Ausgeknipst als Adapter-Set 675 → PX640.
- Wein-Cell (MRB640): Zink-Luft-Zelle in PX640-Originalgröße mit korrekter 1,35 V. Verhältnismäßig teuer, nur in Fotospezialgeschäften erhältlich, hält nach Aktivierung wie alle Zink-Luft-Zellen nur etwa drei bis sechs Wochen.
- Wiederaufladbarer NiMH-Akku in PX640-Form: NiMH-Zellen liegen mit etwa 1,2–1,3 V leicht unter dem Sollwert und sind in der passenden Fässchen-Geometrie selten am Markt verfügbar — für die PX640 keine etablierte Standardlösung wie das V80H-Set für die PX625.
- Adapter mit Schottky-Diode für SR44/LR44: Reguliert eine normale Silberoxid-SR44 auf rund 1,35 V herunter. Vorteil: Standard-Knopfzellen überall erhältlich, lange Haltbarkeit. Nachteil: Battery-Check der Kamera funktioniert häufig nicht korrekt, die Adapter sind teuer und für die hohe PX640-Bauform aufwendig. Aktuell hauptsächlich von Kanto Kamera (Japan) angeboten — eine Ausgeknipst-Variante ist in Entwicklung.
Macht der Spannungsunterschied beim Ersatz wirklich einen Unterschied bei der Belichtung?
Das hängt von Kamera, Film und gewählter Ersatzbatterie ab. Höhere Spannung als 1,35 V (Alkali 1,5 V, Silberoxid 1,55 V) lässt den Belichtungsmesser zu viel Licht annehmen → etwa eine bis 1,5 Blendenstufen Unterbelichtung. Niedrigere Spannung führt umgekehrt zu Überbelichtung. Bei Diapositiv-Film ist jede Fehlbelichtung kritisch; Farbnegativ-Film verzeiht ein bis zwei Stufen und reagiert deutlich gutmütiger auf Über- als auf Unterbelichtung — eine leichte Unterspannung ist daher tendenziell das kleinere Übel.
Noch wichtiger als der absolute Spannungswert ist jedoch die Konstanz über die gesamte Entladekurve: Alkali- und Standard-Silberoxid-Zellen bauen ihre Spannung kontinuierlich ab und liefern über ihre Lebensdauer schwankende Messwerte — dieser Aspekt machte sie für analoge Belichtungsmesser besonders ungeeignet. Quecksilberzellen hielten ihre Spannung dagegen über rund 95 % der Entladung konstant bei 1,35 V — genau das war der Grund für ihren historischen Erfolg. Zink-Luft (Wein-Cell und 675er Hörgerätebatterien) sowie NiMH verhalten sich ähnlich konstant und sind deshalb die technisch saubereren Ersatzoptionen.