Batterietyp PX400: Kompatible Kameras

23 Kameras von 4 Marken verwenden PX400

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Häufige Fragen zur PX400-Batterie

Was ist eine PX400-Batterie?

Die PX400 ist eine 1,35-Volt-Zink-Quecksilberoxid-Knopfzelle (Zn-HgO) mit den Maßen 11,2 × 3,6 mm. Sie wurde ab den 1960er Jahren von Mallory (als RM400), Eveready (EPX400) und anderen Herstellern hauptsächlich für Belichtungsmesser kleinerer Spiegelreflexkameras produziert. Wie alle Quecksilberzellen lieferte sie über rund 95 % ihrer Entladung eine extrem stabile Spannung. Der Grund, warum sie sich für analoge Belichtungsmesser durchsetzte. IEC-Bezeichnung: MR42.

Welche Kameras brauchen eine PX400-Batterie?

PX400 wurde vor allem in der Pentax-Spotmatic-Familie verbaut: Pentax Spotmatic SP, SP-II, SP-IIA, SP500 und SP1000 sowie die unter dem Honeywell-Pentax-Label vertriebenen Schwestermodelle für den US-Markt. Außerdem in den frühen Fujica-SLRs ST601 und ST701. Die vollständige durchsuchbare Liste mit allen kompatiblen Kameras findest du oben auf dieser Seite.

Warum gibt es die PX400 nicht mehr zu kaufen?

Reine Quecksilberoxid-Zellen wie die PX400 wurden mit der EU-Änderungsrichtlinie 98/101/EG ab dem Jahr 2000 faktisch verboten, weil ihr Quecksilberanteil deutlich über der zulässigen Schwelle lag. Die Batterierichtlinie 2006/66/EG bestätigte das Verbot später noch einmal. Die weltweite Produktion lief bereits Ende der 1990er Jahre aus, neue PX400-Zellen sind seitdem nicht mehr legal erhältlich. Grund ist nicht die Batterie selbst, sondern die Umweltbelastung durch Quecksilber bei unsachgemäßer Entsorgung.

Welche Optionen für PX400-Ersatz gibt es, und was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile?

Wichtiger Punkt zuerst: Das Batteriefach der Spotmatic-Familie ist mit 11,2 × 3,6 mm sehr flach. Eine LR44 oder SR44 (5,4 mm Höhe) passt rein physisch nicht hinein, anders als bei der größeren PX625. Die sinnvollen Optionen sind:

  • Zink-Luft-Hörgerätebatterie Typ P312 + Adapter: Die P312 ist mit ca. 3,5 mm Höhe flach genug für das PX400-Fach. Unter Last liefert sie konstant 1,35 V, exakt die Originalspannung. Bei Ausgeknipst als Adapter-Set mit P312-Batterien oder als P312-Nachfüllpack. Nachteil: nach Abziehen der Schutzfolie hält die Zelle nur ca. 4-8 Wochen, auch ohne Nutzung. Empfohlen für alle PX400-Kameras, zwingend für die Fujica ST601/ST701.
  • Wein-Cell-äquivalente Knopfzellen: Spezial-Zink-Luft-Zellen aus dem Fotofachhandel, chemisch identisch zur P312, aber teurer und schlechter verfügbar.
  • Alkali/Silberoxid-Zelle in passender Bauhöhe (z. B. 387S, 392): Physisch einsetzbar, liefern aber 1,5-1,55 V statt 1,35 V. Für die Pentax/Honeywell-Spotmatic-Familie unkritisch (siehe nächste Frage), für die Fujica ST601/ST701 dagegen NICHT empfohlen. Dort ist der Belichtungsmesser spannungs-sensitiv und liefert mit 1,5 V deutlich verfälschte Messwerte.
Spielt die Spannung bei Spotmatic und Fujica ST601/ST701 überhaupt eine Rolle?

Spotmatic und Fujica sind hier zwei grundverschiedene Welten und dürfen nicht in einen Topf geworfen werden:

  • Pentax/Honeywell-Spotmatic-Familie (SP, SP-II, SP-IIA, SP500, SP1000): Der Belichtungsmesser ist als Wheatstone-Brückenschaltung ausgelegt, die bei Nullabgleich unempfindlich gegenüber der Versorgungsspannung ist. Eine Spotmatic funktioniert mit 1,35 V (Quecksilber/Zink-Luft), 1,5 V (Alkali) oder 1,55 V (Silberoxid) gleichermaßen korrekt. Hier ist nur die Mechanik der Engpass: die Bauform 11,2 × 3,6 mm zu treffen.
  • Fujica ST601 und ST701: Diese Modelle verwenden laut Camera-wiki KEINE Brückenschaltung, sondern eine Silizium-Photozelle mit FET-Schaltkreis. Der Belichtungsmesser ist explizit spannungs-sensitiv und liefert mit modernen 1,5-V-Alkali- oder 1,55-V-Silberoxid-Zellen deutlich falsche Werte. Für ST601/ST701 ist 1,35 V zwingend, entweder über einen Zink-Luft-Adapter (P312) oder über eine Schottky-Dioden-Modifikation der Kamera.

Zur generellen Spannungsregel für andere spannungs-sensitive Kameratypen: Höhere Spannung als Soll lässt einen spannungsabhängigen Belichtungsmesser mehr Licht annehmen als tatsächlich vorhanden ist. Die Kamera schließt die Blende oder verkürzt die Verschlusszeit und das Ergebnis ist unterbelichtet. Niedrigere Spannung führt entsprechend zu Überbelichtung. Negativfilm verzeiht Überbelichtung deutlich besser als Unterbelichtung, eine leichte Unterspannung ist daher tendenziell das kleinere Übel. Noch wichtiger als der Absolutwert ist die Konstanz über die Entladung: Alkali- und Standard-Silberoxid-Zellen bauen ihre Spannung kontinuierlich ab und verfälschen die Messung über die Lebensdauer; Quecksilber, Zink-Luft und NiMH halten die Spannung dagegen weitgehend konstant.