Batterietyp PX25 — Kompatible Kameras
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Wir führen Adapter und Alternativen für seltene Batterietypen wie PX625, PX27 und viele mehr.
Alle Batterien ansehenHäufige Fragen zur PX25-Batterie
Was ist eine PX25-Batterie?
Die PX25 (auch V25PX) ist eine quecksilberhaltige Stapelbatterie mit einer Nennspannung von 3,9 V. Sie besteht intern aus drei gestapelten Quecksilberzellen zu je 1,35 V und wurde ab den 1960er-Jahren von Mallory, Eveready und Varta vor allem für CdS-Belichtungsmesser in Schmalfilmkameras hergestellt. Maße: rund 16,5 mm Durchmesser × 21 mm Höhe — also ein kleiner Zylinder, nicht zu verwechseln mit der wesentlich flacheren 1,35-V-PX625-Knopfzelle.
Welche Kameras brauchen eine PX25-Batterie?
Die PX25 ist ein Nischenformat und steckt fast ausschließlich in den Super-8-Kameras der Honeywell-Elmo-Familie der frühen 1970er-Jahre — namentlich der Honeywell Elmo Dual Filmatic (baugleich zur Elmo C200) und der Honeywell Elmo Tri Filmatic (baugleich zur Elmo C300). In beiden Modellen versorgt die PX25 ausschließlich den CdS-Belichtungsmesser; der Filmtransport-Motor läuft separat über vier AA-Zellen. Die vollständige Liste findest du in der Tabelle oben auf dieser Seite.
Warum gibt es die PX25 nicht mehr zu kaufen?
Quecksilberhaltige Batterien wie die PX25 wurden in der EU mit der Batterierichtlinie 2006/66/EG verboten — die letzten legalen Restbestände waren etwa 2009 aufgebraucht. In den USA gilt seit 1996 ein vergleichbares Verbot durch den Mercury-Containing and Rechargeable Battery Management Act. Grund ist nicht die Batterie selbst, sondern die Umweltbelastung durch Quecksilber bei unsachgemäßer Entsorgung.
Welche Optionen für PX25-Ersatz gibt es, und was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile?
Einen 1:1-Ersatz gibt es nicht — die folgenden vier Pfade sind in der Community etabliert, jeder mit eigenen Stärken und Schwächen:
- Exell A25PX (Alkali, 4,5 V): Maßgleicher kommerzieller Drop-in-Ersatz, problemlos über Foto-Spezialhändler erhältlich. Nachteil: rund 0,6 V höher als die Originalspannung — Belichtungsmesser zeigt tendenziell etwa eine halbe bis ganze Blende Unterbelichtung an, plus die für Alkali typische abfallende Entladekurve über die Lebensdauer.
- Drei Zink-Luft-Hörgerätebatterien Typ 675 im Adapter-Rohr: Liefert unter Last rund 4,0 bis 4,2 V — also sehr nahe an der Originalspannung der Quecksilber-PX25. Spannung bleibt über die gesamte Entladung konstant. Nachteil: Haltbarkeit nach Anstich nur etwa drei bis sechs Wochen, plus es braucht einen passenden mechanischen Adapter.
- Drei Silberoxid-Knopfzellen SR44 im Adapter-Rohr, ggf. mit Schottky-Diode: Drei SR44 gestapelt ergeben etwa 4,65 V; eine in Reihe geschaltete Schottky-Diode (z. B. BAT43) senkt die Spannung um rund 0,3–0,4 V Richtung Soll. Vorteil: Standard-Knopfzellen überall verfügbar, sehr lange Haltbarkeit. Nachteil: Battery-Check der Kamera funktioniert nicht immer korrekt, der Adapter ist Bastel- oder Kleinserien-Ware.
- ISO-Kompensation am Belichtungsmesser: Wer den maßlich passenden Exell A25PX (4,5 V) nutzt, kann die Messabweichung dauerhaft durch Verstellen des ISO-Wahlrads um eine halbe bis ganze Stufe ausgleichen — die kostenneutrale Variante ohne Adapter, dafür mit Disziplin-Voraussetzung.
Macht der Spannungsunterschied beim Ersatz wirklich einen Unterschied bei der Belichtung?
Ja, aber Richtung und Schweregrad hängen von Kamera, Film und gewählter Ersatzbatterie ab. Höhere Spannung als die 3,9 V der Original-PX25 (z. B. 4,5 V Alkali bei Exell A25PX oder 4,65 V bei SR44-Stack) lässt den Belichtungsmesser zu viel Licht annehmen — die Kamera schließt die Blende weiter und es entsteht etwa eine halbe bis ganze Blendenstufe Unterbelichtung. Niedrigere Spannung führt umgekehrt zu Überbelichtung. Bei Diapositiv-Film ist jede Fehlbelichtung kritisch; Farbnegativ-Film verzeiht ein bis zwei Stufen und reagiert deutlich gutmütiger auf Über- als auf Unterbelichtung — eine leichte Unterspannung ist daher tendenziell das kleinere Übel.
Noch wichtiger als der absolute Spannungswert ist jedoch die Konstanz über die gesamte Entladekurve: Alkali-Zellen wie die Exell A25PX bauen ihre Spannung kontinuierlich ab und liefern über ihre Lebensdauer schwankende Messwerte — genau dieser Aspekt machte sie für analoge Belichtungsmesser problematisch. Quecksilberzellen hielten ihre Spannung dagegen über rund 95 % der Entladung konstant — der historische Grund für ihren Erfolg. Zink-Luft (Typ 675) und Silberoxid (SR44) verhalten sich ähnlich konstant und sind deshalb die technisch saubereren Ersatzoptionen.