Batterietyp PX24 — Kompatible Kameras
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Wir führen Adapter und Alternativen für seltene Batterietypen wie PX625, PX27 und viele mehr.
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Was ist eine PX24-Batterie?
Die PX24 (auch Eveready 532, V24PX, A24PX, EPX24 oder 2LR50) ist eine zylindrische 3,0-Volt-Alkali-Batterie, die im Innern aus zwei in Reihe geschalteten 1,5-V-Alkali-Zellen besteht. Sie hat zwei große Druckknopf-Kontakte (Snap-Connectors) an beiden Enden und Maße von etwa 16,8 × 42,4 mm. Hergestellt wurde sie ab den 1960er-Jahren von Mallory, Eveready, Varta und Duracell — heute noch als Spezial-Batterie von Exell (A24PX/532) erhältlich. Wichtig: Anders als bei der bekannteren PX625 oder PX27 handelt es sich bei der PX24 nicht um eine Quecksilberzelle — sie war von Anfang an eine Alkali-Batterie und fällt damit auch nicht unter die Quecksilber-Verbote der EU-Batterierichtlinie 2006/66/EG.
Welche Kameras brauchen eine PX24-Batterie?
Die PX24 wurde vor allem in Polaroid-Land-Kameras mit Packfilm aus den späten 1960er- und 1970er-Jahren verbaut. Auf dieser Seite sind die wichtigsten Modelle aufgeführt: Polaroid Colorpack M6, Countdown M60, Countdown M80 sowie "The Clincher". Auch zahlreiche weitere Polaroid-Automatic- und Countdown-Modelle nutzen die PX24 — mit einer Batterie z. B. Automatic 103, 104, 125, 135, 210, 215, 315, 320, 330, 420, 430, 440 sowie Countdown 70 und M60; mit zwei Batterien (eine für den Verschluss, eine für den Entwicklungs-Timer) Automatic 335, 350, 360, 450 sowie Countdown 90 und M80. Wichtig: Die ähnlich klingenden Polaroid Automatic 100, 240 und 250 benötigen NICHT die PX24/532, sondern die PX19/531 mit 4,5 V — das ist eine häufige Verwechslung.
Wo bekommt man heute noch eine PX24-Batterie her?
Original-PX24-Batterien werden von den Massenherstellern nicht mehr produziert. Es gibt sie aber weiterhin in zwei Varianten:
- Spezial-Neuproduktion (Exell A24PX / 532): Der US-Hersteller Exell Battery produziert die Original-Bauform noch heute als Alkali-Batterie. Erhältlich über Foto-Spezialisten und Online-Händler, allerdings meist zu deutlich höherem Preis als Standard-Batterien.
- Batterie-Adapter mit Standard-Knopfzellen: Ein Adapter im Format der PX24, der intern zwei handelsübliche 1,5-V-Knopfzellen (LR44/SR44) aufnimmt und über die korrekten Druckknopf-Kontakte verfügt. Vorteil: günstig, dauerhaft nachkaufbar, Standard-Batterien überall erhältlich. Bei Ausgeknipst als PX24/532 Adapter 3V.
Welche Optionen für PX24-Ersatz gibt es, und was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile?
Für die PX24 stehen mehrere Wege offen — jeder mit eigenen Stärken und Schwächen:
- Exell A24PX (Original-Bauform): Direktersatz im Original-Format, Alkali-Chemie, 3,0 V. Plug-and-Play ohne Adapter, aber relativ teuer und seltener im Handel. Nachteil wie bei jeder Alkali-Batterie: die Spannung fällt im Lauf der Entladung kontinuierlich ab.
- PX24-Adapter mit 2x LR44 (Alkali): Günstig, Standard-Batterien überall erhältlich, ergibt nominal 3,0 V. Nachteil: kontinuierlich abfallende Spannung; sobald die Zellen müde werden, schwankt der Messwert.
- PX24-Adapter mit 2x SR44 (Silberoxid): Höhere Kapazität als LR44, deutlich stabilere Entladekurve, ergibt nominal 3,1 V. Etwas teurer als LR44, aber für den Belichtungsmesser klar die bessere Wahl, weil die Spannung über fast die gesamte Lebensdauer konstant bleibt.
- 3-V-Lithium-Zelle (CR-Typ) im Adapter: Sehr lange Lagerfähigkeit (~10 Jahre), exakt 3,0 V, extrem flache Spannungskurve. Nachteil: Bauform passt nur in spezielle Adapter und nicht jede Polaroid-Land hat genug Platz für eine größere CR-Zelle.
Macht der Spannungsunterschied beim Ersatz wirklich einen Unterschied bei der Belichtung?
Bei Polaroid-Land-Kameras mit elektronischer Belichtungsautomatik führt eine höhere Spannung als die Soll-3,0 V dazu, dass der CdS-Belichtungsmesser mehr Licht annimmt und den Verschluss kürzer öffnet — das ergibt eine leichte Unterbelichtung. Eine zu niedrige Spannung führt umgekehrt zu Überbelichtung. Die Belichtungselektronik der Packfilm-Land-Kameras ist allerdings relativ tolerant: Schwankungen zwischen 3,0 V (2x LR44) und 3,1 V (2x SR44) bleiben in der Praxis meist innerhalb der Filmtoleranz. Polaroid-Packfilm verzeiht — wie Farbnegativfilm — Überbelichtungen besser als Unterbelichtungen, eine leichte Unterspannung ist daher tendenziell das kleinere Übel.
Noch wichtiger als der absolute Spannungswert ist jedoch die Konstanz über die Entladekurve: Alkali-Zellen (auch die original PX24) bauen ihre Spannung kontinuierlich ab und liefern über die Lebensdauer schwankende Messwerte. Silberoxid (2x SR44) hält die Spannung über fast die gesamte Entladung stabil und ist deshalb für jede ältere Kamera mit Belichtungsautomatik die technisch sauberste Wahl — egal, ob das Original eine Hg- oder Alkali-Zelle war.