Batterietyp LR50 — Kompatible Kameras
9 Kameras von 6 Marken verwenden LR50
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LR50 bei Ausgeknipst kaufenBell Howell
1 Kamera| Kamera | Batterie | Anleitung |
|---|---|---|
| Bell & Howell Dial 35 | LR50 | Anleitung |
Canon
3 KamerasMinolta
2 KamerasAndere Batterietypen?
Wir führen Adapter und Alternativen für seltene Batterietypen wie PX625, PX27 und viele mehr.
Alle Batterien ansehenHäufige Fragen zur LR50-Batterie
Was ist eine LR50-Batterie?
Die LR50 ist eine Alkali-Mangandioxid-Knopfzelle mit 1,5 Volt Nennspannung und Abmessungen von rund 16 mm Durchmesser × 16 mm Höhe — sie ist also nahezu würfelförmig und deutlich höher als typische Kamera-Knopfzellen wie die flache PX625. Geläufige Äquivalent-Bezeichnungen sind PX1A, A1PX, PC1A und 1100A. Sie ist die seit den 1990er-Jahren etablierte Alkali-Nachfolgerin der historischen Quecksilberzelle PX1 (auch MR50, Mallory RM-1), die ursprünglich mit 1,35 V konstanter Spannung gebaut wurde.
Welche Kameras brauchen eine LR50-Batterie?
LR50 beziehungsweise ihre Quecksilber-Vorgängerin PX1 wurde in einer überschaubaren, dafür sehr spezifischen Gruppe von Kameras aus den 1960er- und 1970er-Jahren verbaut: Canon Dial 35 (in den USA auch als Bell & Howell Dial 35 vertrieben), Canon Canonet S, Canon Cine Zoom 512, Konica Auto SE, Mamiya 16 Automatic, Minolta Autocord CDS II und CDS III sowie Olympus 35 LE. Die vollständige Kompatibilitätsliste findest du oben auf dieser Seite.
Ist die LR50 dasselbe wie die PX625?
Nein — das ist eine häufige Verwechslung. Beide haben denselben Durchmesser von rund 16 mm, unterscheiden sich aber drastisch in der Höhe: PX625 ist flach (≈ 6,2 mm), LR50/PX1 ist hoch (≈ 16 mm). Sie sind mechanisch nicht austauschbar; eine PX625 würde im LR50-Schacht lose herumliegen, eine LR50 passt umgekehrt überhaupt nicht in ein PX625-Fach. Die Alkali-Version der PX625 heißt entsprechend nicht LR50, sondern LR9 (oder PX625A).
Welche Optionen gibt es bei LR50, und was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile?
Anders als bei PX625 ist die LR50 nicht von einem Quecksilberverbot betroffen, sondern als Alkali-Zelle ganz regulär im Handel — du hast also mehrere Optionen, jede mit eigenen Stärken und Schwächen:
- Original-LR50 / PX1A (Alkali, 1,5 V): Mechanisch perfektes Drop-in, überall bestellbar, günstig. Nachteil: Die 1,5 V liegen über dem ursprünglichen 1,35-V-Auslegungspunkt, und die Alkali-Spannungskurve fällt über die Lebensdauer kontinuierlich ab — der Belichtungsmesser driftet dadurch je nach Ladezustand.
- Zink-Luft-Adapter (Ausgeknipst, 1,35 V konstant): Unser PX1/MR50/LR50-Adapter nimmt eine günstige Hörgerätebatterie Typ 675 auf und liefert die originalen 1,35 V mit Quecksilber-ähnlich konstanter Entladekurve. Nachteil: Zink-Luft-Zellen halten nach Aktivierung nur etwa vier bis sechs Wochen.
- Fertige Wein-Cell für LR50/PX1: Wein Products führt im aktuellen Katalog nur MRB625, MRB675 und MRB400 — einen direkten Wein-Cell-Ersatz im LR50/PX1-Format gibt es derzeit nicht. Wer eine fertige 1,35-V-Zink-Luft-Zelle ohne Adapter sucht, muss auf historische Restbestände zurückgreifen oder die Adapter-Lösung wählen.
- NiMH-Akku Varta V150H / V100H mit Ladegerät: Wiederaufladbarer Akku in der PX1/LR50-Bauform mit Ladeschluss bei rund 1,3 V — nahe genug am Zielwert für die meisten Belichtungsmesser. Höhere Anschaffung, dafür keine Folgekosten.
Macht der Spannungsunterschied beim Ersatz wirklich einen Unterschied bei der Belichtung?
Das hängt von Kamera, Film und gewählter Ersatzbatterie ab. Höhere Spannung als 1,35 V (Alkali-LR50 mit 1,5 V, frisch sogar bis 1,6 V) lässt den Belichtungsmesser zu viel Licht annehmen → typisch eine bis 1,5 Blendenstufen Unterbelichtung. Niedrigere Spannung führt umgekehrt zu Überbelichtung. Bei Diapositiv-Film ist jede Fehlbelichtung kritisch; Farbnegativ-Film verzeiht ein bis zwei Stufen und reagiert deutlich gutmütiger auf Über- als auf Unterbelichtung — eine leichte Unterspannung ist daher tendenziell das kleinere Übel.
Noch wichtiger als der absolute Spannungswert ist jedoch die Konstanz über die gesamte Entladekurve: Alkali-Zellen wie die LR50 bauen ihre Spannung kontinuierlich von ~1,6 V bis unter 1,2 V ab und liefern über ihre Lebensdauer wandernde Messwerte — dieser Aspekt machte sie für analoge Belichtungsmesser besonders ungeeignet. Quecksilberzellen hielten ihre Spannung dagegen über rund 95 % der Entladung konstant bei 1,35 V — genau das war der Grund für ihren historischen Erfolg. Zink-Luft (675er Hörgerätebatterien im Adapter) sowie NiMH (Varta V100H/V150H) verhalten sich ähnlich konstant und sind deshalb die technisch saubereren Ersatzoptionen.